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Die IG Metall will für die VW-Beschäftigten mindestens denselben Abschluss wie in der übrigen Automobil- und Metallindustrie.

IG Metall besteht auf Tarifforderung bei VW

Hannover - Die IG Metall will für die VW-Beschäftigten mindestens denselben Abschluss wie in der übrigen Automobil- und Metallindustrie.

Dort wurden Ende 2008 Lohnsteigerungen von zwei Mal 2,1 Prozent und zwei Sonderzahlungen vereinbart. “Unterhalb dessen wird die IG Metall nicht abschließen“, sagte IG-Metall- Verhandlungsführer Hartmut Meine der “Berliner Zeitung“ (Montag- Ausgabe). Es sei den Beschäftigten nicht zu vermitteln, dass sie weniger haben sollten als Beschäftigte von Audi oder Porsche.

VW könne sich einen solchen Abschluss auch in der Krise leisten. Volkswagen habe in dieser Wirtschaftskrise eine Ausnahmestellung und gewinne sogar Marktanteile. Meine stellte fest: “Der Laden brummt. Einen dramatischen Einbruch werde es nicht geben. Schon jetzt hat der Konzern eine stabile Auslastung bis ins erste Halbjahr hinein“, sagte Meine. Die Abwrackprämie, von der VW profitiere, laufe in anderen EU-Ländern weiter und würde den Absatz fördern. Neben der Lohnerhöhung fordert die IG Metall die Zusage, pro Jahr 1250 Auszubildende einzustellen und eine Verlängerung der betrieblichen Altersteilzeitregelung.

Umgekehrt fordert VW in den Verhandlungen, die 90 000 Beschäftigten künftig stärker nach ihrer Leistung zu bezahlen. Sollte die Verhandlungsrunde am Montag kein Ergebnis bringen, droht die IG Metall mit Warnstreiks.

dpa

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