IG Metall droht mit Warnstreiks in NRW

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Berlin (dpa) - Kurz vor Beginn der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie geht die IG Metall mit der Androhung von Warnstreiks in die Offensive. "Wir sehen eine sehr hohe Bereitschaft zu Warnstreiks", sagte der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Oliver Burkhard, der Zeitung "Die Welt".

Als Begründung nannte Burkhard das mittlerweile massiv gestörte Gerechtigkeitsempfinden der Mitglieder. "Die arbeiten bis zum Anschlag und wissen ganz genau, dass die Betriebe weiter ordentlich rund laufen."

Mögliche Arbeitsniederlegungen sind aus Sicht des Gewerkschafters ein angemessener Schritt, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. "Wir gießen kein Öl ins Feuer, wir treten es aber auch nicht aus", sagte er dem in Berlin erscheinenden Blatt. Harsche Kritik übte Burkhard er an Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser, der vor dem Hintergrund einer denkbaren Abschwungphase in der deutschen Wirtschaft vor zu hohen Lohnzuwächsen in der Metallbranche gewarnt hatte. Die Argumentation, die Betriebe litten unter zu hohen Rohstoffpreisen, sei "unredlich". Mehrkosten der Unternehmen könnten "durchaus an die Kunden weitergegeben werden".

Die derzeit gültigen Tarifverträge in der größten deutschen Industriebranche laufen Ende Oktober aus. In der vergangenen Tarifrunde hatten sich Arbeitgeber und IG Metall auf eine Erhöhung um 4,1 Prozent vom 1. Juni 2007 an und weitere 1,7 Prozent vom 1. Juni 2008 an geeinigt. Die IG Metall hatte zuvor 6,5 Prozent mehr Geld gefordert. In der kommenden Tarifauseinandersetzung will sie nach eigenen Ankündigungen mit einer Forderung von mindestens 7 Prozent in die Verhandlungen gehen.

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