IG Metall fordert 7 bis 8 Prozent

Mit der höchsten Forderung seit 16 Jahren geht die IG Metall in die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie.

Gewerkschaftschef Berthold Huber nannte am Montag nach einer Vorstandssitzung in Frankfurt eine Forderungsempfehlung von 7 bis 8 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die 3,6 Millionen Beschäftigten der deutschen Leitbranche. Die Diskussion in den Betrieben sei noch nicht beendet, erklärte Huber zur Begründung des Korridors. Endgültig festgelegt wird die Forderung erst in zwei Wochen vom Vorstand.

Zuletzt hatte die Gewerkschaft im Jahr 1992 mit 9,5 Prozent eine höhere Forderung aufgestellt. Huber begründete die aktuelle Zahl mit den Preissteigerungen, Produktivitätsfortschritten und einem sogenannten Gerechtigkeitsausgleich. Managergehälter und Unternehmensgewinne seien überproportional angestiegen, während die Arbeiter nicht an dem Aufschwung teilhätten und in der Folge auch der private Verbrauch nicht angesprungen sei.

Huber machte klar, dass mit der höheren Forderung auch ein höherer Abschluss verbunden sein müsse als im Vorjahr. Damals hatte die IG Metall ein Plus von 6,5 Prozent für zwölf Monate verlangt und 4,1 Prozent erhalten. In einer zweiten Stufe gab es einen Zuschlag von 1,7 Prozent. In beiden Stufen wurden zudem Einmalzahlungen vereinbart.

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