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Arbeiten bis ins hohe Alter?  Die Abschaffung der Rente mit 67 gehört zu den Forderungen , die die IG Metall an die nächste Bundesregierung hat.

IG Metall fordert Abschaffung der Rente mit 67

Berlin - Wer immer die Bundestagswahl am 27. September 2009 gewinnt - die IG Metall hat der neuen Regierung heute schon ihre wichtigsten Forderungen ins Stammbuch geschrieben - unter anderem die Abschaffung der Rente mit 67.

Die IG Metall stellt der künftigen Bundesregierung weitreichende Forderungen zur sozialen Sicherheit. Dazu zählen die Abschaffung der Rente mit 67, klare Regeln gegen “prekäre Beschäftigung“ und mehr Arbeitsplatzsicherheit auch für Leiharbeiter.

Die Gewerkschaft sieht sich in den Forderungen durch Ergebnisse einer Befragung bestärkt, an der sich mehr als 450 000 Arbeitnehmer beteiligten. Dabei habe sich eine “tiefe Lücke“ zwischen dem politischen Handeln und den Bedürfnissen der Menschen gezeigt, sagte der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber , am Freitag in Berlin . Huber forderte die Politik auf: “Hört auf die Leute!“. IG-Metall- Vize Detlef Wetzel rief die Parteien auf, “Politik für die Mehrheit der Menschen zu machen“. Die Gewerkschaft will die Forderungen “mit aller Kraft“ in den Bundestagswahlkampf einbringen. Dies mache sie “nicht als politischer Gegner“ der Parteien, sondern als Gewerkschaft, die täglich “mit den realen Verhältnissen konfrontiert ist“. Mit der Umfrage habe sie nun dazu auch das Votum von Mitgliedern und Beschäftigten. Dies mache deutlich, dass die Sicherheit des Arbeitsplatzes für die Menschen oberste Priorität (89 Prozent) hat. 81 Prozent der Befragten fordern die Rücknahme der Rente mit 67. Für die Einführung von Mindestlöhnen sind rund 78 Prozent. Huber erneuerte die Forderung nach einer “Zukunftsanleihe“ über 100 Milliarden Euro, die über eine Zwangsabgabe auf große Vermögen zum Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen Betriebe mit Liquidität versorgen soll. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wies die Forderungen nach einem Beteiligungsfonds zur Sicherung von Unternehmen, zur stärkeren Regulierung des Arbeitsmarktes und zur Abkehr von der “Rente mit 67“ zurück. Sie wiesen “keinen Weg aus der Krise“. An der nach IG-Metall-Angaben bislang größten Arbeitnehmerumfrage beteiligten sich im Zeitraum April und Juni auch eine nicht bezifferbare Zahl von Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern. Die IG Metall wertet die Antworten als repräsentativ. SPD -Generalsekretär Hubertus Heil nannte die Ergebnisse beeindruckend.

dpa

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