Metall: Jeder Zweite raus

- München - Die schwache Binnennachfrage und hohe Personalkosten machen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zu schaffen. "Die Hälfte unserer Unternehmen hat massive Ertragsschwierigkeiten und wird Probleme mit der Zukunftsfähigkeit haben", sagte der Hauptgeschäftsführer ihrer Verbände, Stephan Götzl, bei der Vorstellung der Branchenumfrage für das erste Halbjahr. Auch ein extremer Preisdruck habe die Erträge in die Zange genommen. Mehr als ein Drittel der knapp 400 Unternehmen schreibe rote Zahlen oder weise eine Rendite von unter einem Prozent auf, sagte Götzl.

Zwar laufe die Exportwirtschaft gut, im Inlandsgeschäft herrsche jedoch Stillstand. Nur jeder zehnte Betrieb bewertet die aktuelle Geschäftslage positiv, im Januar war die Zahl doppelt so hoch.

Der Beschäftigungsabbau werde sich fortsetzen, erwartet Götzl. "Arbeit in Deutschland ist schlichtweg zu teuer." Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht bessern, könnte sich die Zahl der Betriebe und der rund 730 000 Beschäftigten in zehn Jahren halbieren.

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