IG Metall: Politik muss Manroland helfen

Augsburg - Nach der Pleite des Druckmaschinenherstellers Manroland ist Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Montag zu einem Krisengespräch in Augsburg eingetroffen.

An dem Treffen nehmen auch Vertreter des Unternehmens und der Gewerkschaften sowie Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) teil. Durch die Pleite des Konzerns mit seinen rund 6500 Mitarbeitern sind allein in Augsburg rund 2500 Arbeitsplätze bedroht.

Die IG Metall hat Hilfe von der Politik eingefordert. Es dürfe keine ordnungspolitischen Tabus geben, sagte der hessische IG-Metall-Chef Armin Schild der “Frankfurter Rundschau“ (Montag). “Deshalb müssen temporäre Beteiligungsmöglichkeiten, Landesbürgschaften und die Unterstützung für eine Transfergesellschaft ins Auge gefasst werden.“ Ziel müsse es sein, möglichst viele der 6500 Jobs zu retten. Neben den 2500 Stellen am Hauptsitz in Augsburg sind auch Arbeitsplätze in Hessen und Sachsen bedroht.

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil hatte bereits am Freitag an alle Beteiligten appelliert, weitere Gespräche zu führen, um Lösungen auszuloten. Die Pleite von Manroland ist die größte Insolvenz in Deutschland seit rund zwei Jahren. Das Unternehmen hatte am Freitag Insolvenz angemeldet.

dpa

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