Metallbranche schafft Job-Boom

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Berlin/Frankfurt (dpa) - Die deutsche Metall- und Elektroindustrie ist mit einem überraschend starken Zuwachs ins neue Jahr gestartet. "Allein im Januar wurden 27 000 neue Stammarbeitsplätze geschaffen", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, der "Bild"-Zeitung.

Das seien so viele wie seit 40 Jahren nicht. Insgesamt waren in der Branche einer Mitteilung von Gesamtmetall zufolge knapp 3,6 Millionen Menschen tätig, das seien 3,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Trotz des starken Euro sei die Nachfrage Anfang 2008 ungebrochen. So hätten die Aufträge im Januar um 12 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. Dabei sei die Auslandsnachfrage mit 16,2 Prozent mehr als doppelt so stark wie die Binnennachfrage mit 7,2 Prozent gestiegen. "Dabei dürfte der starke Euro die Preisspielräume und Ertragsmargen im Dollar-Raum massiv verengt haben", erklärte der Verband.

Arbeitsplatzverluste durch den starken Euro sind nach Ansicht Kannegiessers zunächst nicht zu erwarten. "Der starke Euro trifft die Firmen der Metall- und Elektroindustrie unterschiedlich. Generell gibt es bei uns derzeit keinen Jobabbau", sagte Kannegiesser der "Bild"-Zeitung weiter.

Dem Verband zufolge zeugt auch die Ausbildungslage vom mittelfristigen Optimismus der Branche. So seien 2007 mehr als 75 000 neue Ausbildungsplätze geschaffen worden. Dies entspreche einem Plus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sei ein Rekordwert seit der Wiedervereinigung.

Auf die Frage kräftiger Tariferhöhungen sagte Kannegiesser der "Bild"-Zeitung: "Langsam. Im Herbst wird der Tarifvertrag für 2009 ausgehandelt. Derzeit lässt sich überhaupt noch nicht sagen, wie die Aussichten sein werden." Die Mitarbeiter müssten zwar stets am Aufschwung ordentlich beteiligt werden, sie bräuchten aber vor allem mehr Netto in der Tasche. Dazu seien Steuersenkungen im mittleren Einkommensbereich notwendig.

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