Gut 700 Metaller demonstrieren für neue Altersteilzeitregelung

Frankfurt/Main - Mit Warnstreiks haben am Montag nach Angaben der IG Metall gut 700 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Hessen ihre Forderung nach einer neuen Altersteilzeitregelung bekräftigt.

Allein beim Autozulieferer Hörmann Automotive Components in Ginsheim-Gustavsburg protestierten 350 Beschäftigte vor den Werkstoren, wie ein Sprecher der Gewerkschaft mitteilte. Insgesamt beteiligten sich fünf Betriebe im Land an den Aktionen. Für die nächsten Tage sind weitere Proteste geplant.

Die Warnstreiks sollten am Tag der vierten Verhandlungsrunde über eine neue Altersteilzeitregelung in der Metall- und Elektroindustrie in Böblingen bei Stuttgart den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Tarifpartner in Baden-Württemberg verhandeln stellvertretend für alle Tarifgebiete, wer die Finanzlücke nach Wegfall der staatlichen Förderung der Altersteilzeit Ende 2009 ausfüllt.

Die Arbeitgeber wollen den Anspruch auf Altersteilzeit einschränken: Nach ihren Vorstellungen müssten die Beschäftigten nicht nur seit 20 Jahren in ihrem Betrieb arbeiten, sondern während mindestens 12 der vergangenen 15 Jahre in der Nacht- und Dreier-Wechselschicht oder über einen längeren Zeitraum in einem körperlich besonders anstrengenden Job tätig gewesen sein. Dagegen fordert die IG Metall einen individuellen Anspruch vom 57. Lebensjahr an.

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