Metaller: Ab Mittwoch Warnstreiks geplant

- Frankfurt/Stuttgart - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie müssen sich Unternehmen in Baden-Württemberg bereits in dieser Woche auf erste Warnstreiks einstellen. "Am Aschermittwoch beginnen wir mit sichtbaren Aktionen; nicht nur an einem Tag, nicht nur in einem Betrieb", sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Mehrere Zehntausend Gewerkschafter würden nächste Woche zeitweilig die Arbeit niederlegen. Von den Warnstreiks sollen unter anderem Daimler-Chrysler, Porsche und Bosch betroffen sein.

In Baden-Württemberg endet die Friedenspflicht vier Wochen früher als im Rest der Republik, da die Arbeitgeber dort den Lohnrahmen-Tarifvertrag II gekündigt hatten, der den Arbeitnehmern unter anderem die Steinkühler-Pause garantiert. Nach dem 28. März kann die IG Metall dann auch bundesweit zu Warnstreiks aufrufen. "Am 29. März werden unsere Aktionen in die Breite gehen", sagte Bezirksleiter Hofmann.

Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Lohn. "Ohne Kaufkraft sinken Produktion und Beschäftigung", verteidigte IG-Metall-Chef Jürgen Peters am Wochenende die Forderung. Aus gesamtwirtschaftlichen Gründen sei eine ordentliche Lohnerhöhung zwingend. Die Arbeitgeber halten allenfalls 1,2 Prozent für vertretbar. Ein Angebot haben sie bislang aber nicht vorgelegt.

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