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Metaller streiken erneut nach Vertagung der Verhandlungsrunden

- Hamburg/München - Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie sind die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen sowie in der Mittelgruppe Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland in dritter Runde vertagt worden. Mit Warnstreiks in allen Schweinfurter Betrieben der Metall- und Elektrobranche will die bayerische IG Metall heute den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

<P>Bei den Arbeitsniederlegungen werde mit 5000 Teilnehmern gerechnet, teilte die IG Metall in München mit. Betroffen sind unter anderem die Firmen ZF Sachs, SKF und FAG.<BR><BR>Die Tarifverhandlungen für die 700 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bayern gehen am Donnerstag in Ingolstadt in die vierte Runde. "Wenn die Arbeitgeber bei den nächsten Verhandlungen kein verbessertes Angebot auf den Tisch legen, werden wir flächendeckend zu massiven Warnstreiks aufrufen", sagte IG Metall-Chef Werner Neugebauer.<BR><BR>Die Arbeitgeber boten eine zweistufige Einkommenserhöhung um je 1,2 Prozent verteilt auf 27 Monate an. Voraussetzung ist die Option auf längere Arbeitszeiten von bis zu 40 Stunden. Die IG Metall lehnt dies strikt ab. Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.<BR><BR>Die Warnstreiks werden nach Ansicht von Experten keine großen volkswirtschaftlichen Schäden anrichten. Die Auswirkungen dürften nicht allzu groß sein, weil Warnstreiks zeitlich sehr befristet sind, sagte Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.<BR><BR>Schlimmer als der volkswirtschaftliche Schaden ist nach Meinung von Friedrich Heinemann vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung das Signal, das von den Warnstreiks ausgeht. "Die Gewerkschaften entziehen sich vernünftigen Ideen und starten gleich wieder das alte Tamtam", sagte er. Gebhard Flaig, Konjunkturexperte vom Münchner Ifo-Institut, sagte: "Alles, was über zwei Prozent liegt, ist kein Beitrag zur Beschäftigungssicherung."<BR></P>

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