Metaller-Streik legt Produktion bei BMW lahm

- München - Die BMW AG muss kommende Woche wegen der Metaller-Streiks in Ostdeutschland seine Produktion in den Werken München und Regensburg stoppen. Das Unternehmen drohte, sein Engagement in den neuen Bundesländern wegen der Arbeitsniederlegungen für die 35-Stunden-Woche zu überdenken.

<P>"Ziel war es, in den neuen Bundesländern durch unser Engagement so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schaffen. Diese Absicht werden wir unter den gegebenen Voraussetzungen nochmals überprüfen müssen", sagte Personalvorstand Ernst Baumann. Bei der VW-Tochter Audi hofft man wegen des Abschlusses eines Haustarifvertrags bei einem wichtigen Zulieferer, kommende Woche vielleicht doch normal produzieren zu können.</P><P>Wegen der Streiks im Osten wird die Zulieferer-Kette der Autohersteller unterbrochen. Daher muss ab Montag in München und Regensburg die Fertigung der 3er-Reihe auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden.</P><P>Das Werk Dingolfing wird eingeschränkt betroffen sein, da nur in Teilen des dortigen Produktionsprogramms Getriebe des bestreikten Zulieferers ZF verbaut würden.</P><P>Wegen illegaler Betriebsblockaden bei diesem Autozulieferer in Brandenburg hat ein Arbeitsgericht gegen die IG Metall und deren Vorsitzenden Klaus Zwickel ein Ordnungsgeld von 25 000 Euro festgesetzt. Es liegen 13 eidesstattliche Erklärungen von Beschäftigten des Autozulieferers vor, die durch Blockademaßnahmen am Betreten ihrer Arbeitsstelle gehindert wurden.<BR>BMW ist ein wichtiger Arbeitgeber in den neuen Bundesländern. Für sein neues Werk in Leipzig hat der Konzern bisher 1000 Menschen eingestellt. Insgesamt sollen an dem neuen Standort einmal 5000 Beschäftigte arbeiten. Die Anfangsinvestitionen für die neue Fertigungsstätte betragen 1,3 Milliarden Euro. </P><P>Der Automobilkonzern hat in Ostdeutschland außerdem einen Standort in Eisenach, wo Großwerkzeuge und Pressteile gefertigt werden. Durch den Arbeitskampf der IG Metall sei ein Unternehmen betroffen, das "kontinuierlich zusätzliche Arbeitsplätze schafft und geschaffen hat", sagte Baumann.</P>

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