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Vier Metro-Großmärkte  werden in Deutschland geschlossen.

Metro baut 900 Stellen im deutschen Großhandel ab

Düsseldorf - Der Handelsriese Metro baut im zuletzt schwächelnden deutschen Großhandelsgeschäft rund 900 Arbeitsplätze ab. Vier Großmärkte werden geschlossen.

Bis 31. Oktober sollen vier Großmärkte in Halle, Berlin und Rostock geschlossen oder verkauft werden, wie der Konzern am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Die Abwicklung werde so sozialverträglich wie möglich erfolgen, hieß es.

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Die Gewerkschaft ver.di zeigte sich enttäuscht. Für die vier Standorte gebe es trotz aller Bemühungen keine Perspektive, sagte der Metro-Vertriebschef in Deutschland, John Rix. Außerdem sollten die Vertriebslinien Metro Cash & Carry und C+C Schaper zusammengelegt werden. Dabei werde die Zentrale von C+C Schaper aufgelöst.

Die Maßnahmen sind Bestandteil eines Restrukturierungspakets, mit dem Deutschlands größter Handelskonzern das Großhandelsgeschäft in der Bundesrepublik wieder auf profitables Wachstum trimmen will. Ziel bleibe es, das Ergebnis bis 2012 auf rund 150 Millionen Euro zu steigern, hieß es.

ver.di: “Vollkommen unverständlich“

Kritik kam von ver.di. Wer sich auf ein bestimmtes Marktsegment mehr konzentrieren wolle, müsse eher Beschäftigung auf- statt abbauen und neue Einkaufsmöglichkeiten schaffen anstatt sie zu dezimieren, sagte eine Gewerkschaftssprecherin.

Nachdem der Konzern bereits im vergangenen Jahr 1.200 der insgesamt 15.000 Jobs gestrichen habe, folge nun die nächste Enttäuschung für die Metro-Belegschaft. “Dabei ist vollkommen unverständlich, wie ohne kompetentes Personal Wachstum erzeugt werden soll“, sagte die Sprecherin. Die Metro-Großhandelssparte beschäftigt nach eigenen Angaben deutschlandweit derzeit mehr als 15.000 Mitarbeiter in insgesamt 61 Großmärkten.

dapd

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