METRO bereitet Trennung von Kaufhof vor

Düsseldorf - Der Handelskonzern METRO will seine Kaufhof-Warenhäuser verkaufen. "Galeria Kaufhof ist ein erfolgreiches, jedoch aus Konzernsicht kein strategisches Geschäft", sagte Vorstandschef Eckhard Cordes am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

"Wir werden diese komfortable Position nutzen und in aller Ruhe unsere Möglichkeiten prüfen." Über die Trennung der unter rückläufigen Umsätzen leidenden Warenhaustochter war vielfach spekuliert worden.

Seitdem Cordes im November den Vorsitz bei METRO übernommen hat, wurde gemutmaßt, dass er den Konzern stärker auf Rendite trimmen wird und sich auf die Ertrags- und Umsatzbringer konzentriert. Die SB-Warenhäuser Real, die 2007 noch einen Verlust schrieben, bekommen eine Galgenfrist von zwei Jahren eingeräumt und sollen bis dahin die Wende schaffen. Real-Chef Joel Saveuse soll den Prozess vorantreiben und wird in den Vorstand der METRO einziehen.

Bei den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn, die neben Cash & Carry zu den Wachstumstreibern im Konzern gehören, stehen die Zeichen weiterhin auf Expansion. Für 2008 soll die Expansion in Russland und der Türkei vorangetrieben werden. Darüber hinaus steht der Markteintritt in Luxemburg an. METRO könnte sich aber Zukäufe für die Tochter vorstellen.

"Um in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld weiterhin überdurchschnittliches Wachstum zu generieren, ist es wichtig, in jeder Hinsicht schnell und flexibel reagieren zu können", sagte Cordes. "Hierauf bereiten wir uns in den kommenden Jahren vor." Den Großhandel Cash & Carry will METRO weiter mit Nachdruck internationalisieren. Vor allem in Osteuropa soll Cash & Carry neue Marktanteile gewinnen.

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