Metro erwägt Selbstständigkeit für Praktiker

- Düsseldorf - Die Baumarktkette Praktiker steht nach ihrer Gesundung möglicherweise vor einer eigenständigen Zukunft. Der Eigentümer Metro will in den kommenden Monaten verschiedene Optionen für seine Tochterfirma prüfen. Neben einem Verkauf sei auch ein Börsengang möglich, teilte Metro mit. Zugleich kündigte der Handelsriese an, im Lebensmittelbereich die beiden Vertriebsmarken Real und Extra enger zu verzahnen. Der Chef der SB-Warenhaustochter, Uwe Hölzer, legte mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder.

Welchen Weg Metro bei Praktiker einschlagen wird, ist offen. Bei der Suche nach einer Option wird das Unternehmen von der Investmentbank JP Morgan unterstützt. Sie sei eingeschaltet worden, um den Prozess zu begleiten, hieß es. Die Prüfung könne auch zu dem Ergebnis kommen, Praktiker weiterhin im Metro-Verbund zu behalten. Praktiker gehört zu den führenden europäischen Betreibern von Bau- und Heimwerkermärkten. 2004 erzielte die Kette bei einem Umsatz von 3 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 59 Millionen Euro.<BR><BR>Angesichts des nachhaltig verbesserten Ergebnisbeitrags im deutschen Geschäft sowie der erreichten Führungspositionen in den wachstumsstarken Märkten Osteuropas sei Praktiker hervorragend positioniert. Damit könnte die Baumarktkette sowohl innerhalb der Metro Group als auch als selbstständiges Unternehmen erfolgreich am Markt bestehen, erklärte Vorstandschef Hans-Joachim Körber.<BR><BR>Bei der SB-Warenhaustochter Real wird nach dem Ausscheiden von Hölzer bis auf weiteres Metro-Vorstandsmitglied Stefan Feuerstein die Führung übernehmen. 

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