Metro muss Prognosen nach unten korrigieren

- Düsseldorf - Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat wegen der schwachen Entwicklung seiner Lebensmittelsparte Real und der ausbleibenden Konsumbelebung die Prognosen für 2005 gesenkt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres schrumpfte das operative Ergebnis (Ebita) um 2,5 Prozent auf 762 Millionen Euro, im dritten Quartal waren es minus 5,4 Prozent, teilte Metro mit. Wegen der erhöhten Unsicherheiten rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Umsatzzuwachs von vier Prozent. Ursprünglich sollten es fünf bis sechs Prozent werden.

"Mit der Geschäftsentwicklung von Real sind wir nicht zufrieden", sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber. Das SB-Warenhaus, das zusätzlich zur allgemein schlechten Konsumneigung in Deutschland im Frühjahr in einen Fleischskandal geraten war, schrieb im dritten Quartal operativ einen Verlust von 32,5 Millionen Euro. Durch weitere Kostensenkungen und ein verbessertes Preis- und Kundenprofil will Körber die angeschlagene Vertriebslinie mittelfristig wieder auf Kurs bringen. Neben Real schrieb auch die Kaufhof Warenhaus AG im dritten Quartal einen leichten Fehlbetrag von 2,5 Millionen Euro.

Durch die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge könnte das Ergebnis je Aktie 2005 deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, sagte Körber weiter. Allerdings werde der steuerliche Einmaleffekt die Dividendenfähigkeit der Metro nicht beeinträchtigen. An der Börse war die Metro-Aktie der Tagesverlierer im Dax. Das Papier verlor in den ersten Handelsstunden rund 3,5 Prozent und notierte bei 36,48 Euro.

Beflügelt durch ein gutes Auslandsgeschäft kletterte in der gesamten Metro Group der Umsatz bis Ende September um gut 4 Prozent auf 41,3 Milliarden Euro. Vor Steuern erzielte der Konzern unter anderem durch Erträge aus einem Beteiligungsverkauf ein Plus von knapp 14 Prozent auf 515 Millionen Euro.

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