+
Der Vorstandsvorsitzende der Metro AG, Olaf Koch. Foto: Oliver Berg/Archiv

Dank Media Markt und Saturn

Metro legt stärker zu als erwartet

Düsseldorf - Gute Geschäfte bei Media Markt und Saturn: Die langjährigen Sorgenkinder des Handelsriesen Metro glänzen im Weihnachtsquartal mit kräftigen Zuwächsen.

Lange Jahre waren Media Markt und Saturn die Sorgenkinder des Handelsriesen Metro - doch jetzt haben die Elektronikketten offenbar wieder Tritt gefasst. Ihr Umsatz stieg im wichtigen Weihnachtsquartal um 4,1 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Media Markt und Saturn profitieren dabei nicht zuletzt vom massiven Ausbau des Online-Geschäfts, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die via Internet generierten Umsätze stiegen um deutlich mehr 25 Prozent. Doch auch in wichtigen Auslandsmärkte konnten die Ketten deutlich zulegen.

Zwiespältig war für die Metro dagegen die Entwicklung auf dem krisengeschüttelten, russischen Markt. Zwar konnte der Konzern hier in seinen Metro-Großmärkten und Elektronikketten zweistellige Umsatzzuwächse erzielen - dies lag wohl auch an den durch den Rubel-Verfall ausgelösten Hamsterkäufen. Doch wurden diese Zuwächse durch den Wertverfall des Rubel bei der Umrechnung in Euro aufgezehrt.

Die negativen Wechselkurseffekte und der Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa ließen den Metro-Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 unter dem Strich um 2,2 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro sinken. Währungs- und portfoliobereinigt sei aber ein Umsatzzuwachs von 2,6 Prozent erzielt worden, betonte das Unternehmen. „Das Weihnachtsgeschäft verlief insgesamt positiv“, sagte Konzernchef Olaf Koch.

Einen Rückschlag musste allerdings die Warenhaustochter Kaufhof hinnehmen. Hier sorgte die milde Witterung im Herbst dafür, dass sich die unverkaufte Winterware in den Geschäften stapelte. Das konnte auch durch deutliche Umsatzsteigerungen im Weihnachtsgeschäft nicht vollständig kompensiert werden.

Metro-Mitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin
London (dpa) - Umzug wegen Brexit: Die Bank of America will die Europa-Zentrale ihres Investmentbankings von London nach Dublin verlagern. Das sagte Vorstandschef Brian …
Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Abgas-Nachrüstung zahlen
Politik und Konzerne ringen darum, wie der Schadstoffausstoß bei Diesel-Fahrzeugen gesenkt werden kann - und wer die Kosten trägt. Der Verbraucherminister warnt, auch …
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Abgas-Nachrüstung zahlen
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Lidl und das Bundesamt für Verbraucherschutz warnen vor einem Produkt von Lidl. Es wurden darin Salmonellen gefunden. Auch bei Rewe gibt es einen Rückruf.
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Marktforscher GfK vor Börsenausstieg
Zeitenwende bei der GfK: Der Marktforscher hat die Kleinanleger aus dem Spiel genommen - und damit den Weg für einen Ausstieg von der Börse frei gemacht. Von dem Schritt …
Marktforscher GfK vor Börsenausstieg

Kommentare