Miete folgt dem Kaufpreis nach oben

- München - Die Münchner Mieten folgen rasch den steigenden Immobilienpreisen. Die Erhöhungen liegen zwar im letzten Jahr mit im Durchschnitt 3,2 Prozent unter den Steigerungen der Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen mit 6,1 Prozent und Reihenmittelhäusern mit 5,1 Prozent. Mieten gehören zu den sensibelsten Preisen, die schnell auf Angebot und Nachfrage reagieren, kommentierte der Vorsitzende des IVD Süd, Johannes Schneider, die Entwicklung.

Damit habe es nach Jahren sinkender Werte zum zweiten Mal nacheinander - und zwar deutlicher - einen Anstieg gegeben. Wenn Stimmung und Konjunkturbelebung anhielten, würden die Mieten weiter anziehen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften würden mit ihren angekündigten Erhöhungen das allgemeine Niveau weiter nach oben treiben.

Altbauwohnungen sind begehrt, deshalb müssen in München nun wieder für gute Objekte 11 Euro pro Quadratmeter statt 10,50 Euro im Frühjahr 2002 bezahlt werden. Am teuersten ist der Erstbezug einer neu gebauten Wohnung, hier werden jetzt 11,30 Euro verlangt gegenüber 11 Euro vor einem Jahr. Allerdings wurden auf dem Preishöhepunkt im Jahre 2002 für Altbauwohnungen schon einmal 11,80 Euro und für Erstbezugswohnungen 13,50 Euro vereinbart. Es gibt im Umland noch einen teureren Standort als die Landeshauptstadt: Neubauwohnungen kosten in Starnberg 12,60 Euro Kalt-Miete.

Noch teurer als München ist Starnberg

In München kann man über die Mieten noch handeln und die Vermieter gehen etwas runter, räumt Maklerin Eva Miller ein. Der Grund: Es gibt nach wie vor ein gutes Angebot. Am wenigsten geht Handeln bei Altbauwohnungen, wenn die Lage und die Ausstattung ein sehr hohes Niveau haben. Alt muss gepflegt sein, sagt Miller; Parkettböden, moderne Installationen sind Voraussetzung, auch müssten Vermieter wieder die Küche einrichten. Wenn nichts von dem da sei, müssten Vermieter teilweise einen starken Abschlag hinnehmen. Ganz einfache Wohnungen seien sehr schwer vermietbar.

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