Miete, Meldung, Mitbewohner: Das Wichtigste für die erste Wohnung

- Endlich baumeln die Füße nicht mehr unter dem Tisch der Eltern, die ersten eigenen vier Wände riechen nach Freiheit und Abenteuer. Wer das Elternhaus nach der Schule oder Ausbildung verlässt, sollte allerdings einige Dinge beachten.

<P>Für den ersten Mietvertrag sind die gleichen Fragen wie bei allen anderen Mietverhältnissen entscheidend: Sind Miete und Kaution angemessen und ist der Vertrag befristet oder nicht? Nachteil beim zeitlich befristeten Vertrag: Die Laufzeit ist laut dem Mieterverein München auch für den Mieter bindend und kann normalerweise nicht einseitig gekündigt werden.<BR><BR>Miete</P><P>Bei Studenten sind Vermieter häufig vorsichtig und können einen Einkommensnachweis oder eine Bürgschaft gegen Mietausfall verlangen. Diese Bürgschaft sei aber unzulässig, wenn sie zusätzlich zur normalen Kaution gefordert wird und der Betrag dabei drei Monatsmieten überschreitet, teilt der Mieterverein mit. Sinnvoll kann es sein, den Mietvertrag durch die Eltern abschließen zu lassen. Wer zur Untermiete einzieht, sollte sicher sein, dass der Hauptmieter dazu eine Erlaubnis des Vermieters hat. Unerlaubtes Untervermieten ist ein Kündigungsgrund.<BR><BR>Spezialfall WG</P><P>Es besteht zwar die Möglichkeit, dass jedes Mitglied einer Wohngemeinschaft mit dem Vermieter einen eigenen Mietvertrag abschließt, in der Regel wollen die Vermieter aber einen Hauptmieter als Ansprechpartner. Dieser ist dann auch alleine verantwortlich. Klare Verträge zwischen dem Hauptmieter und den anderen Mietern - auch unter Freunden - sind ratsam. Geregelt werden sollte in einem solchen internen WG-Vertrag auch die Aufteilung der Nebenkosten und der Kaution, Instandsetzungs- oder Haftungsfragen.<BR><BR>Versicherungen</P><P>Eine Krankenversicherung sowie eine private Haftpflichtversicherung sind "unumgänglich", rät die Verbraucherzentrale Bayern. Wer derzeit seine erste Ausbildung absolviert und noch nicht verheiratet ist, kann bei der Haftpflicht der Eltern mitversichert bleiben, egal ob er zu Hause oder in den eigenen vier Wänden wohnt. Wer aber beispielsweise studiert und davor eine Ausbildung abgeschlossen hat, muss sich selbst versichern. Gegen Ende der Ausbildung könnte eine Berufsunfähigkeitsabsicherung interessant werden, allerdings nicht in Verbindung mit einer Kapitallebensversicherung, rät Hedwig Telkamp von der Verbraucherzentrale.<BR><BR>Ab-, um- und anmelden</P><P>Der Einzug ist innerhalb einer Woche dem zuständigen Einwohnermeldeamt zu melden. Eine Geldbuße droht, wenn die Frist versäumt wird. Rechtzeitig sollten auch die Universität beziehungsweise der Arbeitgeber, Banken und Versicherungen sowie Vereine und Verbände über die Adressänderung informiert werden. Wer seine abonnierten Zeitungen und Zeitschriften auch in der neuen Bleibe pünktlich im Postkasten haben will, muss sich auch zeitig bei den jeweiligen Verlagen darum kümmern. Hilfreich kann ein Nachsendeantrag bei der Post werden. Dieser muss fünf Werktage vor der ersten Nachsendung gestellt werden, Privatkunden zahlen für sechs Monate Nachsendung 14,80 Euro oder 24,80 Euro für zwölf Monate.<BR><BR>Schon GEZahlt?</P><P>Viele junge Menschen müssen Rundfunkgebühren zahlen, obwohl sie zu Hause wohnen und die Eltern bereits Fernseher oder Radio angemeldet haben. Nämlich dann, wenn ihr Einkommen den Sozialhilferegelsatz überschreitet. Wer einen eigenen Haushalt führt, muss seine Geräte auf alle Fälle anmelden. In einer WG zahlt einer für die gemeinschaftlich genutzten Fernseher und Radios, nutzen die anderen Mitbewohner zusätzlich eigene Geräte, müssen diese extra angemeldet werden. Ausnahmen für Studenten gibt es keine, bei geringem Einkommen ist eine Befreiung von den GEZ-Gebühren möglich. Das zuständige Sozialamt hilft weiter.<BR></P>

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