Mifa will Aktionären die Hälfte des Gewinns als Dividende zahlen

- Frankfurt - Mit einem dicken Auftragspolster will der Fahrradhersteller Mifa am 17. Mai als erstes deutsches Unternehmen an die Börse gehen. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Aktien zum Preis von 9,25 Euro pro Stück angeboten werden. Die Zeichnungsfrist für die Papiere beginnt Montag, teilte der Vorstand der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG (Mifa), Peter Wicht, mit. Es sei geplant, 40 bis 50 Prozent der zukünftigen Ergebnisse an die Aktionäre auszuschütten. Zu den Hauptkunden der Mifa gehören Discounter sowie Handelsketten wie Metro und Kaufland und Versandhäuser wie Neckermann.

<P>Mit dem durch den Börsengang in die Firmenkasse gespülten Kapital will das mittelständische Unternehmen seine finanzielle Flexibilität steigern, um mehr Aufträge mit großen Stückzahlen abwickeln zu können. Außerdem solle das frische Geld zu einer Expansion in Europa, zur Reduzierung der Zinsbelastung und Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden, um die Wettbewerbsposition als einziger börsennotierter Fahrradhersteller in Deutschland zu kräftigen. 1996 durch Wicht und Michael Lehmann als Auffanggesellschaft ohne Geschäftstätigkeit übernommen, beschäftigte das in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt ansässige Unternehmen 2003 durchschnittlich 422 Mitarbeiter und produzierte rund 535 000 Fahrräder (2002: 400 000 Fahrräder). Seit 2000 konnte die Mifa AG damit ihren Marktanteil an der Inlandsproduktion in Deutschland von 7 Prozent auf annähernd 17 Prozent im Jahr 2003 mehr als verdoppeln und ist damit der am schnellsten wachsende Fahrradhersteller in Deutschland. Scharfen Konkurrenzdruck durch Wettbewerber aus China oder Osteuropa sieht die Mifa mit Hinweis auf deren hohe Transport- und Logistikkosten nicht.<BR><BR>Die Mifa, die Einzelteile aus aller Welt zusammenbaut und veredelt, arbeite seit 2000 profitabel. Sowohl Umsatz als auch Gewinn seien jedes Jahr deutlich gestiegen. Bei einem Umsatz von 63,3 Millionen Euro 2003 (2002: 62,5 Mio. Euro) erzielte das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 5,58 Millionen Euro (2002: 3,09 Mio. Euro).<BR><BR></P><P><BR> </P>

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