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Im Handwerk ist die Stimmung wieder besser als im vergangenen Jahr.

Milder Winter bringt Handwerk mehr Geschäft und Jobs

Wiesbaden - Nach der Stagnation im vergangenen Jahr legt das Handwerk kräftig los. Gestützt wird die gute Konjunktur von der milden Witterung. Das zusätzliche Geschäft lässt auch die Zahl der Jobs steigen.

Der milde Winter hat im ersten Quartal dieses Jahres die Geschäfte der deutschen Handwerker belebt. Vor allem am Bau konnten die Betriebe ihre Arbeiten besser fortsetzen als vor einem Jahr und schafften so ein Umsatzplus von 26,7 Prozent. Insgesamt lagen die Erlöse der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe 8,3 Prozent über dem Vergleichsquartal 2013, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Fast alle Bereiche konnten an dem kräftigen Aufschwung teilnehmen, der zum Teil aber auch auf die sehr schwachen Vorgaben aus dem sehr kalten Vorjahresquartal zurückzuführen ist. Lediglich das Lebensmittelhandwerk verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang um 0,6 Prozent. Das lag aber auch daran, dass das umsatzstarke Osterfest erst im April anstand.

Die Zahl der Beschäftigten in den Betrieben mit Meisterpflicht nahm im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zu. Mit einem Plus von 2,4 Prozent war auch hier der Bau am stärksten, während es in den Lebensmittelhandwerken 2,2 Prozent weniger Beschäftigte gab als noch vor einem Jahr.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sieht sich von den Zahlen in seinen konjunkturellen Einschätzungen auf Grundlage der Mitgliederbefragung bestätigt. Die Branche erwartet 2014 angesichts des guten Starts und verstärkter Investitionen eine Umsatzsteigerung über das gesamte Handwerk von rund 2 Prozent. Die Beschäftigung könnte dabei um rund 25 000 Mitarbeiter (0,5 Prozent) steigen.

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke warnte die Politik davor, die Wachstumsperspektiven mit falschen Entscheidungen zu „verfrühstücken“. Mit Blick auf die Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 sagte er, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe werde aufs Spiel gesetzt, und damit auch ein mögliches Beschäftigungshoch auf dem Arbeitsmarkt. „Die Folgen für die Sozialversicherungen und öffentlichen Kassen sind noch allzu gegenwärtig: Beitragsausfälle, steigende Sozialkosten, perspektivisch sinkende Steuereinnahmen“, sagte er der dpa.

dpa

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