+
Der Ölkonzern Exxon Mobil will für insgesamt 41 Milliarden Dollar inklusive Schulden XTO Energy, eines der größten Erschließungsunternehmen von Gasquellen des Landes, kaufen.

Für 41 Milliarden Dollar: Exxon will Gaskonzern kaufen

Irving - Der Ölkonzern Exxon Mobil will für insgesamt 41 Milliarden Dollar inklusive Schulden XTO Energy, eines der größten Erschließungsunternehmen von Gasquellen des Landes, kaufen.

Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten bereits zugestimmt, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Unternehmen. Die Übernahme ist eine der größten seit dem Ausbruch der Finanzkrise und soll im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen werden. Die XTO-Aktionäre müssen ebenso wie die Wettbewerbsbehörden noch zustimmen. Den Kauf will Exxon mit eigenen Aktien bezahlen. Die Texaner bieten 0,7098 eigene Stammaktien für jeden XTO-Anteilsschein. Dies entspreche einem Aufschlag von 25 Prozent auf den XTO-Schlusskurs vom 11. Dezember. Damit beläuft sich der reine Kaufpreis auf rund 31 Milliarden Euro. Zusätzlich übernimmt Exxon XTO-Schulden von zehn Milliarden Dollar.

XTO-Aktien schossen zum Handelsauftakt in den USA um gut 15 Prozent nach oben, während der Exxon-Kurs um 3,3 Prozent sank. Nach Analysteneinschätzung könnte die Übernahme eine neue Welle von Zusammenschlüssen auf dem Energiemarkt auslösen. Die Übernahme sei eine gute Nachricht für die US-Wirtschaft und die Energiesicherheit, sagte Exxon-Chef Rex Tillerson. Sie ermögliche neue Investitionen in die Förderung von Gasquellen und schaffe neue Arbeitsplätze. Mit XTO gewinnt Exxon Zugriff auf zahlreiche neue Gasquellen in den USA. Unter dem Dach von Exxon könne die Gesellschaft ihre Erfahrungen in der Erschließung von Gasquellen global einsetzen, sagte XTO-Gründer Bon Simpson. Analysten sprachen von einer mutigen Wette von Exxon auf steigende Gaspreise. Derzeit sind die Preise insbesondere in den USA infolge der Wirtschaftskrise am Boden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So viele Stellen und Angebote streicht der Bayerische Rundfunk
Der BR muss – wie alle anderen öffentlich-rechtlichen Sender auch – sparen. Intendant Ulrich Wilhelm will den Rotstift ansetzen, Angebote und Stellen streichen. 
So viele Stellen und Angebote streicht der Bayerische Rundfunk
Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin
Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich …
Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin
Wall Street treibt Dax und MDax auf Rekordhoch
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind zur Wochenmitte wieder in Rekordlaune gewesen. Sowohl der Leitindex Dax als auch der MDax erreichten am …
Wall Street treibt Dax und MDax auf Rekordhoch
Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung
Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet …
Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung

Kommentare