Neuer Kostenschub für 2014

Milliarden an Mehrausgaben im Gesundheitssystem

Berlin - Kosten für Krankenhausbehandlungen, Ärztehonorare und Arzneimittel: Im Gesundheitssystem zeichnen sich für das kommende Jahr Mehrausgaben in Milliardenhöhe ab.

Im Gesundheitssystem steht ein neuer Kostenschub bevor. Mehrausgaben im Milliardenbereich zeichnen sich ab bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung, Ärztehonoraren und Arzneimitteln. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag) ist allein bei den Krankenhäusern im kommenden Jahr mit 2,3 Milliarden Euro mehr Kosten zu rechnen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums nannte dies auf dpa-Anfrage „reine Spekulation“.

Allerdings ist auch bei den Ärztehonoraren, über die derzeit noch verhandelt wird, mit einem Aufschlag zu rechnen. Gefordert sind 2,6 Prozent mehr.

Mehrausgaben im Milliardenbereich zeichnen sich ebenfalls beim drittgrößten Kostenblock, den Arzneimitteln, ab. Für diese läuft im Dezember der Zwangsrabatt aus, den Schwarz-Gelb von 10 auf 16 Prozent erhöht hatte und der 2012 den Kostenanstieg um eine Milliarde Euro bremste.

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

Gesetzliche Krankenkassen und Gesundheitsfonds zusammen verfügen derzeit über ein Finanzpolster von rund 27,7 Milliarden Euro. Für 2014 werden deshalb wieder mehrere Krankenkassen - darunter die TK - Prämien an ihre Mitglieder ausschütten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lufthansa: Kein Interesse an Air-Berlin-Langstrecke
Welche Teile der insolventen Air Berlin können gerettet werden? Die Gläubiger beraten heute über mögliche Lösungen. Ein Konzern prescht mit einem konkreten Angebot vor - …
Lufthansa: Kein Interesse an Air-Berlin-Langstrecke
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten
Die Pläne für eine Thyssenkrupp-Stahlfusion sorgen weiter für Zündstoff. Vor allem in der Belegschaft herrscht große Verunsicherung. Betriebsrat und IG Metall lehnen das …
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten
WTO hebt Prognose für Wachstum des Welthandels deutlich an
Genf (dpa) - Der Welthandel wächst in diesem Jahr nach einer neuen Prognose der Welthandelsorganisation (WTO) fast dreimal so stark wie 2016 und deutlich stärker als …
WTO hebt Prognose für Wachstum des Welthandels deutlich an
Studie: Fehlendes Bauland treibt Grundstückspreise
Bonn (dpa) - Fehlende Grundstücke und fehlendes Baurecht sind nach einer neuen Studie des Bundes die entscheidende Hürde für bezahlbare neue Wohnungen in Deutschlands …
Studie: Fehlendes Bauland treibt Grundstückspreise

Kommentare