Milliarden-Abschlüsse in China

- Peking - Beim Besuch von Kanzler Gerhard Schröder in Peking sind am Montag Wirtschaftsabschlüsse mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro unterzeichnet worden. Chinesische Fluggesellschaften bestellten 23 Airbus-Jets vom Typ A319 und A330. Volkswagen vereinbarte den Bau von zwei modernen Motorenfabriken in Dalian und Schanghai.

<P>Siemens unterzeichnete einen Vertrag über die Produktion von 180 Drehstrom-Lokomotiven, Signaltechnik und Hochspannungsleitungen über insgesamt 600 Millionen Euro. Bei der Modernisierung der chinesischen Eisenbahn hat der Münchner Konzern auch weiter Chancen für seine ICE-Hochgeschwindigkeitszüge. Vereinbart wurde eine neue Ausschreibung, nachdem Siemens bei dem letzten Zuschlag gegen internationale Konkurrenz aus Frankreich, Kanada und Japan leer ausgegangen war.<BR><BR>Bei der Eröffnung der Repräsentanz des Stahlunternehmens Georgsmarienhütte ermutigte Schröder mittelständische Unternehmen, sich international zu orientieren. China sei ein gutes Testfeld dafür. <BR><BR>In einer neuen Entwicklungszone im Süden Pekings legte der Kanzler mit Daimler-Chrysler und deren chinesischen Partnern den Grundstein für eine neue Autofabrik. In dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) sollen von der zweiten Jahreshälfte 2005 an Mercedes-Personenwagen gebaut werden. Im Rahmen der Asienstrategie von Daimler-Chrysler ist das Werk Teil der 1,2 Milliarden Euro umfassenden Investitionen in China, die auch die Produktion von Transportern der Typen Sprinter und Viano/Vito von 2006 an in Südchina vorsieht. "Mittelfristig strebt Daimler-Chrysler in China an, sein Marken- und Produktportfolio zu vervollständigen und neue Wachstumssegmente zu erschließen", sagte das für China zuständige Daimler-Chrysler-Vorstandsmitglied Rüdiger Grube. Das Joint Venture, an dem beide 50 Prozent halten, solle "Maßstäbe setzen".</P><P><BR> </P>

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