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Dank den Boni geht es den Bankern der Pleitebank Lehman bestens.

Milliardenboni für europäische Ex-Lehman-Banker

Hamburg - Rund 2.500 Europa-Mitarbeiter der 2008 spektakulär Pleite gegangenen Lehman-Brothers-Bank sollen rund zwei Milliarden Dollar Boni erhalten haben.

Der damalige Europachef von Lehman-Brothers, Christian Meissner, habe diese Boni ausgehandelt, als das europäische Geschäft der US-Bank an den japanischen Finanzkonzern Nomura verkauft wurde, berichtet der “Spiegel". “Dem Konkursverwalter zahlten die Japaner für die Europaaktivitäten einen symbolischen Preis von zwei Dollar. "Richtig teuer an dem Deal waren nur die Garantieboni, die Meissner für sich und seine 2.500 Leute aushandelte“, schreibt der “Spiegel“. Die Summe von insgesamt zwei Milliarden Dollar habe ein Insider dem Nachrichtenmagazin genannt, hieß es weiter.

Während andere Banken angesichts des massiven öffentlichen Drucks versuchten, das Boni-Niveau zu senken, hätten ausgerechnet die Lehman-Beschäftigen keinerlei Einbußen fürchten müssen. “Ihr Gehaltspaket aus dem Boomjahr 2007 wurde einfach für bis zu zwei Jahre weiterbezahlt“, heißt es in dem Bericht weiter. Viele Garantien würden erst im März dieses Jahres auslaufen. Dabei habe aber Nomura im Geschäftsjahr 2008/2009 Verluste in Höhe von 5,5 Milliarden Euro angehäuft. “So kommt es, dass der Durchschnittsverdienst der Ex-Lehman-Banker in Europa auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 bei rund 400.000 Dollar lag“, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. Sie müssten nicht einmal die Bonussteuer von 50 Prozent zahlen, mit der die britische Regierung zurzeit versuche, die Gehaltsexzesse einzudämmen. Hintergrund sei, dass die Garantieboni steuerlich wie Fixgehälter behandelt würden.

APN

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