Milliardenklage: Punktsieg für Schrempp

- Stuttgart - Punktsieg für Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp: Der Stuttgarter Autokonzern hat im Prozess um die Milliardenklage des US-Investors Kirk Kerkorian zum Zusammenschluss mit Chrysler in allen Punkten gewonnen. Kerkorian und seine Investmentgesellschaft Tracinda hätten nicht nachweisen können, dass sie bei dem Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler 1998 betrogen worden seien, urteilte ein US-amerikanisches Gericht.

<P>Nach den vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Zeit zeigte sich Schrempp zufrieden. "Wir freuen uns, dass das Gericht mit seiner Entscheidung ein für alle Mal bestätigt, dass (...) im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss im Jahre 1998 erhobenen Vorwürfe vollkommen unbegründet waren", hieß es in einer Stellungnahme. "Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, den Zusammenschluss zum Erfolg zu führen", betonte der Automanager. Chrysler hatte nach verlustreichen Jahren 2004 mit einem MilliardenGewinn die Wende geschafft.<BR><BR>Branchenbeobachter waren davon ausgegangen, dass eine Niederlage gegen den schillernden und kauzigen Milliardär Kerkorian Schrempps Reputation als Manager schwer geschadet hätte. Der Autokonzern war sich aber seiner Sache immer sicher gewesen. Rückstellungen für den Fall einer Niederlage wurden nicht gebildet.<BR><BR>Kerkorian erklärte nach der Prozess-Niederlage, dass er weiter alle Optionen prüfen werde. Der 87-Jährige hatte den Stuttgarter Konzern auf mindestens 1,2 Milliarden Dollar verklagt. Er beschuldigte die Daimler-Benz-Seite, den Zusammenschluss mit Chrysler von Anfang an als Übernahme geplant, aber als Fusion unter Gleichen kaschiert zu haben. Bei einer Übernahme hätte ihm aber als damals größtem Chrysler-Aktionär ein höherer Aufschlag auf den Aktienpreis zugestanden.<BR><BR>Die Richter befanden in dem 123 Seiten langen Urteil, der Begriff "Fusion unter Gleichen" sei nicht irreführend benutzt worden. Alle Beweise, die Kerkorian dafür vorlegte, wiesen sie zurück.</P><P> </P><P> </P>

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