Wegen Android: EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen Google

Wegen Android: EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen Google
+
Der Auspuff eines VW.

Studie

Abgastricks der Autobranche kosten Staat Milliarden

Die Abgastricks der Autohersteller verursachen einer Studie zufolge Milliardenverluste bei der Kfz-Steuer.

Berlin - Im Jahr 2016 gingen dem deutschen Fiskus rund 1,19 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren, wie aus der am Samstag veröffentlichten Studie im Auftrag der Grünen-Fraktion im EU-Parlament hervorgeht. Für die Zeitspanne von 2010 bis 2016 werden die Steuerausfälle auf gut vier Milliarden Euro beziffert. Die Kfz-Steuer bemisst sich auch am CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs.

Die Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (Green Budget Germany) und Green Budget Europe untersuchte die Auswirkungen auf die Steuereinnahmen in Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Spanien und Großbritannien. Die elf EU-Länder verloren demnach 2016 zusammen über zehn Milliarden Euro, in der Zeit von 2010 bis 2016 waren es mindestens 46 Milliarden Euro.

"Der Abgasskandal entpuppt sich als veritabler Steuersumpf", erklärte der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold. "Der Betrug der Autounternehmen schadet Gesundheit, Umwelt und öffentlichen Finanzen." Der Dieselskandal sei "auch ein Skandal um Steuergerechtigkeit".

Abgasskandal kam 2015 ans Licht

Die Dieselaffäre war 2015 ins Rollen gekommen, als der Autobauer Volkswagen nach US-Ermittlungen einräumen musste, in Millionen von Fahrzeugen eine Schummelsoftware eingebaut zu haben. Diese sorgte dafür, dass der Schadstoffausstoß bei Tests durch die Behörden niedriger ausfiel als später auf der Straße. Auch andere Autobauer sehen sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben auch zur Wochenmitte ihren Optimismus beibehalten. Der Leitindex Dax baute am Mittwoch seine …
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein
Die neuen US-Zölle zeigen die befürchteten Nebenwirkungen. In der EU gibt es erste Anzeichen für eine "Stahlschwemme" aus Ländern wie China. Nun wird mit Schutzzöllen …
EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein
Brüssel überzieht Google mit Rekordstrafe
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lässt Google nicht vom Haken: Nach einer ersten Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Dollar soll der Internet-Konzern im …
Brüssel überzieht Google mit Rekordstrafe
Wegen Android: EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen Google
Die EU-Kommission straft Google ab. Das US-amerikanische Unternehmen muss eine Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Euro zahlen. Es habe laut der Kommission seine Marktmacht …
Wegen Android: EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen Google

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.