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Nach den Kabinettsbeschlüssen zur Einleitung der Abberufung von HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher wird in Kiel und Hamburg über eine mögliche Millionen-Abfindung spekuliert.

Millionen-Abfindung für Nonnenmacher?

Kiel - Nach den Kabinettsbeschlüssen zur Einleitung der Abberufung von HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher wird in Kiel und Hamburg über eine mögliche Millionen-Abfindung spekuliert.

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Nonnenmacher steht vor der Entlassung

“Sollten Gründe für eine fristlose Kündigung vorliegen, so wäre diese binnen zwei Wochen auszusprechen“, sagte FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki am Mittwoch in Kiel. Er fügte hinzu: “Sollten keine Gründe vorliegen, hätte Herr Nonnenmacher Anspruch auf die finanzielle Erfüllung seines Vertrages.“ Um diese Summe zu ermitteln, “dürfte dem Aufsichtsrat ein Taschenrechner genügen“. Im Raum steht eine Summe von bis zu vier Millionen Euro. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) sagte dem “Hamburger Abendblatt“ (Mittwochausgabe) mit Blick auf eine mögliche Abfindung, er “gehe davon aus, dass dieser Schritt insgesamt im Interesse der Haushaltslage der Stadt ist“.

Die Diskussionen der vergangenen Wochen hätten der Landesbank geschadet. “Deswegen haben wir die Konsequenz gezogen, den Aufsichtsrat aufzufordern, die Trennung von Herrn Nonnenmacher einzuleiten.“ Ziel sei es gewesen, “größeren Schaden abzuwenden und einen Neuanfang zu starten“. Gegen Nonnenmacher ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Untreueverdachts im Zusammenhang mit undurchsichtigen Geschäften der Bank, den sogenannten Omega-Geschäften. Zudem stehen Vorwürfe im Raum, dass aus der Bank heraus HSH-Topmanager mit schmutzigen Tricks aus dem Job gedrängt worden seien, darunter der New Yorker Statthalter. Außerdem soll die Sicherheitsfirma Prevent im Auftrag der Bank Politiker und Kritiker bespitzelt oder zumindest bei Auftritten beobachtet haben.

dapd

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