100 Millionen Euro in den Himmel schießen

- Bonn - Zum Jahreswechsel werden die Deutschen schätzungsweise 100 Millionen Euro für Feuerwerk ausgeben. Das sagte der Geschäftsführer des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen, in einem dpa-Gespräch in Bonn. Die Konjunkturflaute habe keine Auswirkungen auf das Geschäft. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Leute gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Freude am Feuerwerk nicht nehmen lassen."

<P>"Besonders gefragt sind in diesem Jahr Kombinations-Feuerwerke", betonte Gotzen. Dabei folgen nach dem Anzünden minutenlange Leucht-, Knister- und Farbeffekte. Diese spektakulären Effekte würden sonst vor allem bei Großfeuerwerken verwendet. Neben den "Großfeuerwerken in Miniatur" würden aber auch weiterhin die typischen Raketen oder auch Feuerwerk mit kleineren Lichteffekten wie etwa Vesuvfeuer gekauft.</P><P>"Wer am Silvesterabend einen Knaller zündet, hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein Produkt aus China in der Hand", berichtete Gotzen. Bis zu 95 Prozent aller Knallkörper, die in Deutschland auf dem Markt sind, stammen aus der Volksrepublik. Anders sei das bei Raketen und Leuchtfeuerwerk: "Der größte Teil der in der Bundesrepublik verkauften Raketen und Leuchtfeuerwerke wird weiterhin in Deutschland hergestellt." Die Händler verkauften zu 55 Prozent Produkte aus deutscher Herstellung.</P><P>Der Verband warnte vor illegal importierter Ware, die meist auf Flohmärkten oder an Straßenständen angeboten würden. Gotzen sagte: "Diese Dinger haben oft eine weitaus höhere Sprengkraft als es das deutsche Gesetz erlaubt." Beim Zünden der Böller könne es deshalb zu gefährlichen Unfällen kommen. "Wir weisen dringend darauf hin, dass nur Feuerwerk mit einem Zeichen der Bundesanstalt für Materialforschung den deutschen Bestimmungen entspricht."</P>

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