Millionen-Strafe für ThyssenKrupp

Rio de Janeiro - Das Stahlwerk von ThyssenKrupp in Brasilien ist von den Umweltbehörden in Rio de Janeiro mit einer Strafe von umgerechnet rund vier Millionen Euro belegt worden.

Grund ist ein Graphit-Staubregen, der Anfang der Woche in unmittelbarer Nachbarschaft des Stahlwerks niederging. Die ThyssenKrupp-Tochter „Companhia Siderúrgica do Atlântico“ (CSA) hatte am Mittwoch über den Vorfall selbst informiert. Die Umweltbehörde des Staates Rio de Janeiro ordnete am Donnerstag zusätzlich eine Kompensationsleistung im Umfang von umgerechnet 1,7 Millionen Euro an.

„Meine Geduld mit CSA ist zu Ende“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Agência Brasil Rios regionalen Umweltminister, Carlos Minc. Es ist das dritte Mal, dass ThyssenKrupp wegen Graphitstaub-Emissionen belangt wird. Der „Silberregen“ wurde auf Straßen in etwa zwei Kilometer Entfernung vom Stahlwerk im Nachbarort Santa Cruz registriert. CSA entschuldigte sich für die Störung. Der Staub sei von einem Lagerort durch starke Windböen in die Luft gewirbelt worden. Das zum Verkauf stehende Werk war bereits 2010 und 2011 wegen Graphit-Niederschlägen mit Millionenstrafen belegt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Im März will Großbritannien die EU verlassen. Doch die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind zäh. Viele Unternehmen wissen nicht, was auf sie zukommt - …
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
Donald Trump bereitet den Unternehmen in Europa Kopfschmerzen - daher wächst der Druck, den Handel mit anderen Regionen auszuweiten. Ein interessanter Kandidat für ein …
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro
9,19 Euro - oder darf es etwas mehr sein? Für Millionen Beschäftigte naht die Stunde der Wahrheit. Es geht um die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns. Und um die …
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.