Millionenbetrug bei Karstadt: Vier in Haft

- Essen - Der angeschlagene Karstadt-Quelle-Konzern soll durch eine Betrugsaffäre um knapp sechs Millionen Euro geschädigt worden sein. Vier ehemalige Mitarbeiter der Karstadt Warenhaus AG zwischen 48 und 57 Jahren stehen im Verdacht, einem Düsseldorfer Lufttransportunternehmer zwischen 1995 und 2004 Scheinrechnungen in Millionenhöhe für nie erbrachte Leistungen bezahlt zu haben. Im Gegenzug hätten die Karstadt-Mitarbeiter Schmiergelder und Sachzuwendungen erhalten, bestätigten Sprecher des Unternehmens und der Polizei.

<P>Nach der Aufdeckung der Betrügereien durch die konzerneigene Revision habe sich ein 48-jähriger Karstadt-Mitarbeiter aus Hilden durch einen Sprung von der Ruhrtalbrücke das Leben genommen. Hintergrund soll eine zuvor ausgesprochene Beurlaubung gewesen sein. Der 48-Jährige soll wie drei Kollegen aus seiner Abteilung zum Kreis der Schmiergeldempfänger gehört haben.</P><P>Die drei teilweise geständigen Männer im Alter von 49, 53 und 57 Jahren und der 54-jährige Inhaber des Lufttransportunternehmens wurden festgenommen. <BR>Die Karstadt Warenhaus AG habe sich mittlerweile von allen in die Affäre verstrickten Mitarbeiter getrennt, sagte ein Unternehmenssprecher. Auch die Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Unternehmen sei beendet worden.</P>

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