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Verzockt: Die UBS muss eine hohe Strafe zahlen.

Zockerskandal

Millionenstrafe für Schweizer Großbank UBS

Bern - Nach dem Milliardenverlust nun die Millionenbuße: Wegen des Zockerskandals in London muss die Schweizer Großbank UBS Strafe zahlen und erhebliche Kontrollauflagen erfüllen.

Die Schweizer Großbank UBS muss nach dem Zockerskandal um ihren Ex-Händler Kweku Adoboli eine Buße von 29,7 Millionen Pfund (36,7 Mio Euro) zahlen. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA bestrafte die Bank damit für „System- und Kontrollfehler“, wie sie am Montag mitteilte. Zugleich wurden der UBS durch die Schweizer Finanzmarktbehörde FINMA scharfe Kontrollen im Investmentbanking auferlegt.

Beide Behörden erklärten, die Bank habe Geschäfte nicht ausreichend überwacht. In einem der größten Betrugsfälle der Bankengeschichte hatte Adoboli die UBS mit risikoreichen Börsengeschäften um insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar gebracht. Er war vergangene Woche zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Parallel zu dem Gerichtsverfahren hatten die FSA und die FINMA eine gemeinsame Untersuchung der UBS eingeleitet. In Bern entschied die FINMA nun, dass die Bank größere Geschäftsaktivitäten ihres Investmentbereichs in den nächsten Jahren behördlich genehmigen lassen muss.

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Die Untersuchung habe ergeben, dass das „Risikomanagement und Kontrollumfeld der Investmentbank der UBS schwerwiegende Mängel aufwiesen“, erklärte die Behörde. „Ohne diese Mängel wären nach Auffassung der FINMA die betrügerischen Transaktionen des fehlbaren Händlers früher entdeckt worden.“

Die FINMA legte fest, dass die risikogewichteten Aktiva der UBS-Investmentbank bis 2015 kontinuierlich reduziert werden müssen. Zugleich wurden neue Akquisitionen bis auf weiteres untersagt. Die Umsetzung der Maßnahmen soll durch einen unabhängigen Beauftragten kontrolliert werden. Die FINMA will auch prüfen, ob die Kapitaldecke für die gegenwärtigen operativen Risiken der UBS erhöht werden muss.

dpa

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