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Der Eingangsbereich HSH Nordbank in Kiel.

Millionenzahlung der HSH Nordbank wird überprüft

Hamburg/Kiel - Nach heftiger Kritik an einer Millionenzahlung der HSH Nordbank an die US-Investmentbank Goldman Sachs soll der Fall jetzt untersucht werden.

“Ich habe unsere Wirtschaftsprüfer von KPMG gebeten, den damaligen Entscheidungsprozess und die damit zusammenhängenden Vorgänge vollständig aufzuarbeiten“, teilte der Vorstandschef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, am Dienstag mit.

Die Wirtschaftskrise in 17 Bildern

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Die angeschlagene HSH Nordbank hatte 45 Millionen Dollar an Goldman Sachs gezahlt, obwohl die Verpflichtung dazu strittig war. Es ging um Kreditausfälle der zahlungsunfähigen Bank Lehman Brothers, gegen die sich Goldman Sachs bei der HSH Nordbank abgesichert hatte.

Die Bank habe sich Anfang November 2008 entschieden, “ein handelsübliches Geschäft mit der Investmentbank Goldman Sachs zu erfüllen“, hieß es in der Mitteilung der HSH Nordbank. Ob der Anspruch darauf wegen einer versäumten Frist bereits verwirkt war, sei strittig und hätte nach Überzeugung der Bank gerichtlich geklärt werden müssen.

“In einem Marktumfeld, das geprägt war von der Sorge, dass neben Lehman weitere Banken ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, sollte zu erwartenden Marktgerüchten bezüglich der Leistungsfähigkeit der HSH Nordbank von vorneherein jeglicher Raum genommen werden.“ Die Bank habe daher die Zahlung mit dem Ziel freigegeben, deutlich größeren materiellen und immateriellen Schaden abzuwenden. “Wir wollen und werden vollständige Klarheit über alle damaligen Abläufe schaffen“, betonte Nonnenmacher.

Politiker aller Parteien hatten am Montag mit teils heftiger Kritik und der Forderung nach Aufklärung reagiert. Der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, sieht möglicherweise sogar den Tatbestand der Untreue gegeben.

dpa

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