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Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt. Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200.000 Beschäftigte. Foto: Cindy Riechau/dpa

Bis Ende 2020 gültig

Mindestlohn am Bau steigt für mehr als 200.000 Arbeiter

Der Bau boomt, seit Jahren wachsen die Umsätze. Nun gibt es für mehr als 200.000 Beschäftigte im Baugewerbe mehr Geld.

Frankfurt/Berlin (dpa) - Der Weg für höhere Mindestlöhne am Bau in Deutschland ist frei. Nach der Gewerkschaft IG BAU stimmten in Berlin auch die Arbeitgeber für den Schlichterspruch, der im Dezember zwischen den Tarifparteien erreicht worden war.

Von den neuen Mindestlöhnen profitieren nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200.000 der bundesweit rund 820.000 Bau-Beschäftigten.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatten sich mit der IG BAU auf steigende Lohnuntergrenzen für die Branche verständigt. Demnach klettert der Mindestlohn für Hilfsarbeiten von April an um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn für Facharbeiter in Westdeutschland und Berlin erhöht sich dann um 20 Cent auf 15,40 Euro beziehungsweise 15,25 Euro. In den ostdeutschen Flächenländern gibt es diesen Facharbeiter-Mindestlohn am Bau nicht.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hatte jüngst bereits für den Schlichterspruch gestimmt. "Damit sind die Lohn-Stoppschilder nach unten gesetzt", sagte der Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Die neuen Mindestlöhne sind bis Ende 2020 gültig. Laut IG BAU wird etwa jeder fünfte Bauarbeiter nach dem branchenspezifischen Mindestlohn bezahlt. Die meisten Beschäftigten bekommen mehr Geld: Die Stundenlöhne in den tarifgebundenen Bau-Betrieben beginnen bei 13,77 Euro im Osten und 16,54 Euro in Westdeutschland.

Mitteilung IG BAU

Mitteilung der Bauindustrie

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