Gericht entscheidet: Abgeschobener Sami A. muss nach Deutschland zurückgeholt werden

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8,50 Euro Mindestlohn gibt es ab Januar pro Stunde. Der DGB Bayern fordert strenge Kontrollen.

Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten

Mindestlohn: DGB Bayern fordert strenge Kontrollen

München - Zum neuen Jahr wird der Mindestlohn eingeführt. Noch immer gibt es Diskussionen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Der DGB Bayern verlangt strenge Kontrollen der Regel.

Beim DGB Bayern häufen sich kurz vor dem Start des flächendeckenden Mindestlohns bereits Klagen über Arbeitgeber, die die Regelung umgehen wollen. So suchten beispielsweise Prospektausträger Rat, die vom Arbeitgeber gefragt würden, ob Minderjährige in der Familie sind, teilte der Gewerkschaftsbund am Montag in München mit. „Auf diese soll dann der Auftrag umgeschrieben werden, so dass der Mindestlohn entfällt - auch wenn weiter die Erwachsenen die Zustellung machen würden“, erklärte Bayerns DGB-Vorsitzender Matthias Jena. „Solche Praktiken sind mehr als schäbig.“

Jena forderte die Arbeitgeber auf, sich dem entgegenzustellen. Die Staatsregierung und ihre Behörden sollten zudem ein effektives Kontrollverfahren und eine angemessene Kontrolldichte ermöglichen, verlangte Jena. Neben den Landesfinanzbehörden sei auch die Gewerbeaufsicht gefordert, um vor allem Scheinselbstständigkeit aufzudecken.

Vom 1. Januar an greift in Deutschland der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erwartet dadurch einen sprunghaften Anstieg der Arbeitskosten und sieht zehntausende Jobs bedroht. „Für Bayern prognostizieren wir einen Verlust von 25 000 bis 60 000 Arbeitsplätzen“, erklärte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Besonders Geringqualifizierte oder Menschen ohne Berufsabschluss dürften nach seiner Einschätzung betroffen sein. „Überall dort, wo Kunden nicht bereit sind, für eine Dienstleistung oder ein hergestelltes Produkt mehr zu bezahlen, wird der Arbeitsplatz verschwinden. Der Mindestlohn schadet also genau denjenigen, denen er eigentlich zugutekommen soll“, meinte Brossardt.

dpa

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