"Mindestlohn bringt Minijobs in Gefahr"

- Bonn - Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Höhe von 7,50 Euro würde Hunderttausende von Minijobs gefährden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Damit würden kontraproduktive ökonomische Wirkungen entfaltet und ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden angerichtet.

Bis zu 60 Prozent der gegenwärtig im Hauptberuf ausgeübten Minijobs wären nach IZA-Berechnungen von einem solchen Mindestlohn betroffen. Voll- und Teilzeitarbeitsplätze würden in weit geringerem Umfang unter eine solche Regelung fallen. Als Folge gesetzlicher Maßnahmen müsste demnach der Lohn vieler Minijobber angehoben werden -mit der Konsequenz, dass viele dieser Arbeitsplätze von den Unternehmen aus Kostengründen in Deutschland nicht mehr angeboten würden.

Betroffen wären vor allem Frauen, für die Minijobs bislang eine gute Gelegenheit gewesen seien, Familie und Beruf miteinander zu verbinden. Die Politik sei daher gut beraten, von allgemeinen Mindestlöhnen Abstand zu nehmen.

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