Kabinetts-Beschluss

Mindestlohn steigt 2017 auf 8,84 Euro

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Berlin - Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt 2017 von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro je Stunde. Für den Verbraucher ist das kein Grund zur Freude.

Die Anpassung, die das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschloss, ist die erste seit Einführung des bundesweiten Mindestlohnes 2015. Die Steigerung von 34 Cent orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwicklung.

Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hatte sich Mitte des Jahres einstimmig für diese Anpassung ausgesprochen. Die Regierung will den Beschluss als Rechtsverordnung umsetzen.

Auf die Wirtschaft kommen damit erhebliche Mehrkosten zu - rund eine Milliarde Euro, wie die „Passauer Neue Presse“ errechnet hat. Zu erwarten ist jetzt, dass der Verbraucher dies in Form von Preisanstiegen bei Waren und Dienstleistungen zu spüren bekommt. 

Die Kommission, die frei von politischer Einflussnahme entscheiden soll, legt die Höhe nun alle zwei Jahre neu fest. Der Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer, außer für Langzeitarbeitslose nach einer Arbeitsaufnahme in den ersten sechs Monaten. Auch für Azubis, Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktikum unter drei Monaten gilt er nicht.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © dpa

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