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Verdi-Chef Frank Bsirske.

Anpassung gefordert

Mindestlohn: Verdi will Erhöhung auf zehn Euro

Berlin - Der von der großen Koalition geplante Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde muss aus Gewerkschaftssicht rasch nach seiner Einführung auf 10 Euro steigen.

Der Mindestlohn solle am besten direkt nach seinem Inkrafttreten Anfang 2015 das erste Mal angepasst werden, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, der „Welt am Sonntag“. „Das Mindestlohnniveau darf nicht durch lange Zeitabstände bei der Anpassung entwertet werden“, betonte er. „Im internationalen Vergleich sind wir schon heute mit 8,50 Euro ganz unten. Frankreich hat 9,53 Euro, die Niederlande 9,11 Euro.“

Zoll-Gewerkschaft fordert mehr Kontrolleure

Die Zollgewerkschaft hat wegen der geplanten Ausweitung des Mindestlohns erneut zusätzliche Kontrolleure gefordert. „Wir rechnen damit, dass die Zollverwaltung zwischen 2000 und 2500 weitere Mitarbeiter braucht, wenn der Mindestlohn flächendeckend und ohne Ausnahmeregelung eingeführt werden soll“, sagte der Vorsitzende der Zoll- und Finanzgewerkschaft, Dieter Dewes, der „Welt am Sonntag“. Setze sich die Union mit ihrem Wunsch nach Ausnahmen durch, wären noch mehr Beschäftigte erforderlich.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist beim Zoll angesiedelt. Dewes hatte bereits Ende Januar angesichts zusätzlicher Aufgaben 2000 neue Stellen gefordert. Er hatte darauf verwiesen, dass der Zoll neben der Kontrolle der gesetzlichen Mindestlöhne spätestens ab Mitte 2014 auch für die Verwaltung der Kfz-Steuer zuständig ist. Zuletzt fehlte allein dafür immer noch ein Drittel des Personals.

dpa

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