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Mindestpreis für Billigflüge gefordert

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- Berlin - Der viertgrößte deutsche Reiseanbieter Alltours hat Mindestpreise für Billigflüge von wenigstens 70 bis 90 Euro gefordert.

"Die Lockvogelangebote der Low-Cost-Carrier sind umweltpolitisch absolut verantwortungslos und obendrein kaufmännisch unseriös", sagte Alltours-Inhaber Willi Verhuven am Samstag in Berlin. Er begrüßte Überlegungen der Bundesregierung zur Einführung einer europaweiten Kerosinsteuer oder einer Ticket-Abgabe.

Die Billig-Fluggesellschaften haben den anderen Airlines 2004 weiter Marktanteile abgejagt. Verhuven kritisierte, es sei schlichtweg absurd, wenn ein Bahnticket von Düsseldorf nach Frankfurt deutlich mehr koste als ein Flug von Düsseldorf nach Rom. Angesichts der immer deutlicheren Klimaveränderungen seien Flugtickets von 9 bis 29 Euro ein völlig falsches Signal. Die Politik verdiene Unterstützung, "wenn sie diesem Wahnsinn ein Ende bereiten will. Man muss nicht für 9 Euro die Umwelt verpesten". Es sei nicht nachvollziehbar, warum in Europa alles versteuert werde - nur Flugbenzin nicht. "Hier wird künstlich ein Markt am Leben gehalten, für den keine Notwendigkeit besteht."

Nichtsdestotrotz hat die Branche kräftig zugelegt, wie Zahlen des Forschungsinstituts IPK International zeigen. Europaweit war 2004 ein deutliches Wachstum bei Flugreisen zu verzeichnen, von dem die Billigflieger profitierten: Ihr Anteil stieg von 18 auf 24 Prozent, während der der traditionellen Fluggesellschaften von 82 auf nun 76 Prozent sank.

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