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Ministerin Schulze für weltweites Ende von Biokraftstoffen

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Ein Mann hält an einer Tankstelle einen Zapfhahn in der Hand. © Christophe Gateau/dpa

Landwirtschaftliche Erzeugnisse fließen auch in die Spritproduktion. In Zeiten schnell steigender Lebensmittelpreise verschärfe das weltweit den Hunger, sagt Entwicklungsministerin Svenja Schulze.

Berlin - Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat ein Ende der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert.

Grund sei der dramatische Anstieg der Lebensmittelpreise weltweit, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine, sagte Schulze der „Bild am Sonntag“. „Die bittere Botschaft ist: Uns droht die größte Hungersnot seit dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten.“

Weizen, Palmöl, Raps oder Mais dürften vor diesem Hintergrund nicht mehr zur Spritproduktion eingesetzt werden, sagte Schulze weiter - nicht nur in Deutschland, sondern international. „Niemand will beim Tanken dafür verantwortlich sein, dass der Hunger auf der Welt verschärft wird. Es muss aufhören, dass wir Lebensmittel in den Tank packen.“

Ende April hatte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) in der „Augsburger Allgemeinen“ bereits angekündigt, den Einsatz von Biokraftstoffen reduzieren zu wollen. Demnach laufen dazu gerade Beratungen mit dem Landwirtschaftsressort von Cem Özdemir (Grüne). Die Branche hatte den Vorstoß kritisiert. Die Produktion von Biokraftstoffen sei aufgrund der hohen Agrarpreise bereits eingeschränkt, der Markt habe also bereits reagiert, hieß es aus dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). dpa

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