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Abkühlung der Konjunktur

Ministerium: Wirtschaft verliert an Fahrt

Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums zum Jahresende erheblich an Fahrt verlieren. Auch die Gründe sind bekannt. Doch Aktionismus wäre kontraproduktiv.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird nach Einschätzung der Konjunkturexperten des Bundesfinanzministeriums (BMF) zum Jahresende spürbar nachlassen. „Im Schlussquartal 2012 dürfte es in Deutschland zu einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung kommen“, heißt es im aktuellen BMF-Monatsbericht. Dämpfend wirke vor allem die wirtschaftliche Schwäche in einigen Ländern des Euroraumes.

Sowohl für den Export wie auch für die Industrieproduktion zeichne sich für das vierte Quartal eine schwächere Entwicklung ab. Wegen des unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeldes erfolgten Investitionen zögerlicher oder würden vorerst zurückgestellt. Insofern gehen die BMF-Experten im bevorstehenden Winterhalbjahr nur „von einer moderaten gesamtwirtschaftlichen Aktivität“ aus.

"Erfolge sprechen dafür, diesen Weg weiter zu verfolgen"

Finanzstaatssekretär Thomas Steffen erkennt allerdings Erfolge bei der Krisenbewältigung in Europa. Im Euroraum haben sich aus seiner Sicht die Ungleichgewichte zwischen den Volkswirtschaften verringert. Besonders die Leistungsbilanzdefizite gingen zügig zurück. „Die bislang erzielten Erfolge sprechen dafür, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, wenngleich noch ein gutes Stück der Wegstrecke zurückzulegen ist“, schreibt Steffen im Vorwort zum Monatsbericht.

Im Verlauf des kommenden Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft aber allmählich wieder an Schwung gewinnen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung inzwischen ein Wachstum von 0,8 Prozent und für 2013 von 1,0 Prozent.

dapd/dpa

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