21% Minus: Autoflaute in den USA erfasst nun auch BMW

- München/Detroit - Das Jahr begann für die deutschen Autobauer in den USA mit einer Enttäuschung. Mit Ausnahme von Porsche verkauften alle Hersteller weit weniger als vor Jahresfrist. Selbst BMW musste im Januar die jahrelange Rekordfahrt in den USA fürs Erste beenden.

<P>Die weiß-blaue Marke und Mini zusammen verkauften in den USA 16 135 Autos. Damit bleibt BMW zwar der stärkste deutsche Hersteller am US-Markt, gegenüber Januar 2003 bedeutet dies aber ein Minus um 19 %. Bei BMW allein gerechnet betrug der Verlust sogar 21 % auf 13 379 Auslieferungen.<BR><BR>BMW nennt Gründe für die schlechten Zahlen: Die Produktionspause im Werk München, die hohen Verkaufszahlen im Dezember, die die Lager geleert haben, der gute Verkauf im Januar 2003, in dem BMW gegen den Branchentrend zulegen konnte, und das schlechte Wetter. Für den Münchner Konzern eine bittere Pille, auch die europäischen Zahlen dürften wegen des umrechnungsbedingten Stillstands in München nicht gut ausfallen. Die Zahlen werden Freitag veröffentlicht.<BR><BR>Väterchen Frost hatte zwar weite Teile der USA im Griff, doch er verschonte offenbar die Händler von Nissan (+25,7 %) und Toyota (+15,8 %). Selbst Chrysler verkaufte im Januar 147 001 Autos - um 9,4 % mehr als vor Jahresfrist, während die Konkurrenten GM (299 050) und Ford samt Volvo, Landrover und Jaguar (230 036) Einbrüche verzeichnen mussten.<BR>Die Zahlen des Sorgenkinds Chrysler machen auch die Mercedes-Verkäufe etwas leichter verdaulich: 150 169 Verkäufe, minus 3,1 %.<BR><BR>Am schlimmsten aber traf es Volkswagen. Der einst bedeutendste deutsche Hersteller ist hinter die Nobelmarken klar auf den dritten Platz gerutscht und verkaufte nur noch 13 205 Autos, minus 25,9 %. Dabei erhofften sich die Wolfsburger von der Neueinführung des Oberklasseschlittens Phaeton und des geländegängigen Touareg Impulse. Der Phaeton wurde lediglich 152-mal verkauft, der Touareg 2875-mal.<BR><BR>Die VW-Tochter Audi verlor ebenfalls - um 8,5 % auf 5005 Autos. Bei Porsche bleibt der Boom ungebrochen. Der Zuwachs um 65 % auf 2218 Autos ist aber ausschließlich auf den im Vorjahr noch nicht erhältlichen Geländewagen Cayenne zurückzuführen, der mit 1374 Stück mehr als doppelt so oft verkauft wurde wie der 911er (584) und der Boxster (260).</P>

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