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Im Frühjahr eröffnet Rewe das modernste Lager für den Online-Handel in Köln.

Aldi schaut nur zu

Mit diesem teuren Projekt will Rewe Aldi & Co. abhängen

Rewe will nun mit einem Riesenprojekt die Konkurrenz aus dem Feld schlagen - Aldi schaut nur zu.

Köln - Es hätte schon lange eines der lukrativsten Geschäfte werden können - doch der Online-Handel mit Lebensmittel der großen Supermarktketten kommt nicht in Gang: Der Internethandel bringt viele Vorteile. Doch die Probleme für diese Unternehmensgruppen sind offensichtlich noch immer größer. Sich frische Lebensmittel direkt ins Haus liefern zu lassen, das ist immer noch nicht Gang und Gäbe.

Probleme im Online-Handel

Da wäre zum einen das Zeitproblem. Kommen Lieferungen verspätet, kann der Zustellversuch nicht einfach so wiederholt werden. Das führt dann häufig dazu, dass der Kunde seine Ware nicht bekommt. Auch die Qualität der Produkte ist ein schwieriges Thema: Bei frischen Lebensmitteln darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Und die Zusammenstellung und Verpackung der Produkte, vor allem in kleinen Mengen, ist sehr arbeitsintensiv.

Aufgrund dieser und anderer Probleme haben sich viele Unternehmen aus dem E-Commerce etwas zurückgezogen. Beispiele dafür sind Edeka, Lidl und Kaufland. Aldi stieg erst gar nicht ins Geschäft ein. Und auch Amazon agiert eher vorsichtig.

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Doch Rewe will eine Lösung gefunden haben. Der Handelskonzern aus Köln hat in ein Projekt investiert, das den Durchbruch in den Online-Handel bringen soll. Im Frühjahr will Rewe ein automatisiertes Lager für das Online-Geschäft mit Lebensmitteln eröffnen - angeblich das größte und modernste in Europa.

Das „Fulfillment Center“

Das sogenannte „Fulfillment Center“ soll in Köln eröffnet werden und eine Grundfläche von 2,5 Fußballfeldern haben. Dort sollen mehr als 20.000 Produkte automatisiert gelagert werden. Um den Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern, sollen die Produkte per Shuttle-Technologie versendet werden.

Das Lager wird auch den Kunden Vorteile bringen: Künftig sollen mehr Käufer zeitnah und termingerecht mit den gewünschten Lebensmitteln beliefert werden, sagte Thomas Bonrath, Pressesprecher von Rewe, unserer Onlineredaktion.

Das Projekt ist allerdings alles andere als billig. Laut einem Bericht von welt.de zufolge sollen die Investitionen einen zweistelligen Millionen-Betrag „in Richtung hundert Millionen“ erreichen. 

Rewes Vize-Chef Jan Kunath macht sich allerdings nach eigenen Angaben keine Sorgen um den Erfolg des Konzepts. Bei der Präsentation der Jahresergebnisse der Handelsgruppe 2017 sagte er: „Wir haben die Profitabilität vor Augen“. Erreiche das Lager die vorgegebenen Leistungskennziffern, erklärte Kunath weiter, so könne man den E-Commerce künftig ohne Verluste durchziehen.

Die Kölner Supermarktkette lässt ihre Lieferwagen laut welt.de derzeit durch 75 Städte rollen und erreicht damit nach eigenen Angaben fast 40 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Mehr als eine Milliarde Euro Umsatz

Um seine Umsätze weiterhin zu steigern und der Konkurrenz wie Aldi oder Lidl Druck zu machen, hat Rewe 64 Filialen von Kaiser´s Tengelmann und 164 Geschäften der Kette Sky integriert. Diese Übernahmen verschafften dem kölnischen Konzern ein zusätzliches Umsatzvolumen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro.

Ob Rewe es mit dem neuen Projekt nun wirklich gelingt, den Durchbruch in den E-Commerce mit Lebensmitteln zu bringen - es bleibt eine spannende Frage. 

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fm

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