"Mit Lohnkosten hat das nichts zu tun"

- Norbert Reithofer hat für BMW die Fabrik in Spartanburg (USA) aufgebaut und ist nun Produktionsvorstand des Konzerns. Bei der Werkseröffnung in Shenyang sprachen wir mit ihm.

<P>Herr Reithofer, auch in Spartanburg wurde zunächst mit der Montage von 3er-BMW begonnen. Soll es in Shenyang eigene chinesische Modellreihen geben?<BR><BR>Norbert Reithofer: Das wäre weit in die Zukunft gegriffen. Wir sind dabei, uns in China zu etablieren. Wenn wir erreicht haben, mindestens 30 000 Einheiten im Jahr zu produzieren, dann denken wir über nächste Schritte nach.<BR><BR>Es war heute schon von 100 000 die Rede. Ist das realistisch?<BR><BR>Reithofer: Wir haben auch in Spartanburg so angefangen wie hier. Und dann weiter ausgebaut. Wir können wie dort die Produktion sukzessive steigern.<BR><BR>Es ist derzeit viel von Arbeitsplatzverlagerung die Rede. Sie bauen in Deutschland und China auf. Kann Deutschland mit dem Billiglohnstandort mithalten?<BR><BR>Reithofer: Wenn Sie in China in namhafter Anzahl Autos verkaufen wollen, müssen Sie in China produzieren. Sie müssen dem Markt folgen. Wir haben vor neun Jahren in den USA 50 000 Fahrzeuge verkauft, im letzten Jahr waren es über 250 000 Fahrzeuge. Die meisten davon kamen aus Dingolfing. Wenn wir in China produzieren, hat das nichts mit Lohnkosten zu tun, sondern damit, dass wir China als interessanten Markt betrachten.</P><P>Das Gespräch führte Martin Prem<BR></P>

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