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Michael Kemmer will seinen Mitarebitern bei der BayerLB für gute Leistungen Boni zahlen.

Mitarbeiter der BayernLB sollen Boni bekommen

Passau - Die Mitarbeiter der BayernLB sollen 2009 vielleicht Bonuszahlungen für ihre Arbeit bekommen, sagte der Vorstandschef. Sie sollten angemessen bezahlt werden, auch wenn die Bank staatlich gestützt wird.

BayernLB-Vorstandschef Michael Kemmer will Boni für seine Mitarbeiter am Jahresende nicht ausschließen. “Ich verstehe die Auffassung, dass es bei staatlich gestützten Banken keine Bonifikationen geben soll. Aber auch bei Banken ist es üblich, dass ein bestimmter Teil der Vergütung leistungsabhängig ist“, sagte Kemmer der “Passauer Neuen Presse“.

Wenn Mitarbeiter sich “reinhängen und gute Leistung bringen“, sollte das am Ende auch honoriert werden. Die Beschäftigten der BayernLB hätten verstanden, dass es für 2008 keinen Bonus gegeben habe. “Aber auf Dauer ist eine leistungsabhängige Vergütung wichtig für die Motivation“, sagte der Vorstandschef. 2009 sei gerade mal gut zur Hälfte vorüber. “Am Jahresende werden wir sehen, wie viel wir erreicht haben. Klar ist, dass wir uns unserer Verantwortung voll bewusst sind.“

Weitere Hilfen durch den Freistaat für seine Bank, deren hauseigene Bad Bank ein Volumen von 95 Milliarden Euro hat, hält Kemmer voraussichtlich nicht für notwendig: “Die 95 Milliarden Euro sind Vermögensgegenstände, die nicht mehr in unserem geschäftlichen Fokus stehen, also Aktivitäten, die wir auslaufen lassen wollen. Der weit überwiegende Teil ist gesundes Geschäft, der nur der ganz normalen Risikoverteilung unterliegt, wie sie im Bankgeschäft üblich ist“, wird Kemmer zitiert.

Lediglich 19,6 Milliarden Euro seien Wertpapiere “aus dem kritischen ABS-Portfolio. Ein daraus möglicherweise entstehender Verlust ist durch die Garantie des Freistaates in Höhe von bis zu 4,8 Milliarden Euro abgedeckt. Nach unserer momentanen Verlustschätzung reicht diese Abschirmung sehr gut aus“, sagte Kemmer.

AP

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