Mitarbeiter-Protest bei Bosch-Siemens

- München - Rund 1000 Beschäftigte des Hausgeräte-Herstellers Bosch-Siemens haben vor der Münchner Firmenzentrale gegen die drohende Schließung eines Waschmaschinenwerks in Berlin demonstriert. Wie die IG Metall mitteilte, forderten sie die Geschäftsleitung auf, das Werk zu erhalten. "Wer die Fertigung dicht macht, ist nicht ganz sauber", spotteten die Mitarbeiter auf einem Transparent mit dem Bild einer Waschmaschine. Die IG Metall fürchtet durch eine mögliche Schließung des Werks in Berlin den Verlust von mindestens 700 Arbeitsplätzen.

<P>Im vergangenen Jahr steigerte der weltweit drittgrößte Hausgeräte-Hersteller den Umsatz um knapp 9 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Während das Geschäft im Ausland deutlich zulegte, gingen die Erlöse in Deutschland zurück. Der Gewinn vor Steuern wuchs im Konzern um zehn Prozent auf 520 Millionen Euro. Weltweit beschäftigte das Unternehmen rund 34 500 Mitarbeiter.<BR><BR>Für das laufende Jahr zeigte sich die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH vorsichtiger: Wegen der höheren Energie- und Einkaufspreise werde der Gewinn 2005 voraussichtlich sinken. Der Umsatz solle dagegen weiter zulegen. Auf die Käufer der Geräte werden höhere Preise zukommen. Die Durchsetzung von Preiserhöhungen gehöre zu den Hauptaufgaben im Geschäftsjahr 2005.<BR></P>

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