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Mittal verspricht: Arcelor-Stellen sicher

- Paris - Stahl-Weltmarktführer Mittal Steel hat die Sorgen um europäische Arbeitsplätze bei der angestrebten Übernahme der luxemburgischen Arcelor-Gruppe zu zerstreuen versucht. Mittal Steel kaufe nicht Fabriken, "um sie dann zu schließen", sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. "Wir sind ein europäisches Unternehmen", betonte Mittal, und eine Fusion sei ein guter Weg, europäische Arbeitsplätze zu sichern.

Zu dem Begriff "Übernahmeschlacht" sagte der Konzern-Chef: "Wir sind hier nicht im Krieg, wir schaffen Werte für die Aktionäre der Gesellschaften." Es werde nach einer Übernahme kein Werk geschlossen, "keine Arbeitsplätze gehen verloren". Nach der Fusion wolle die Familie Mittal 51 Prozent der Aktien halten und 64 Prozent der Stimmrechte. Mittal sprach von einer Win-Win-Situation und einer "echten Fusion unter Gleichen". Er wiederholte, von einem Zusammenschluss Synergieeffekte von einer Milliarde Dollar zu erwarten, 60 Prozent davon beim Einkauf.

"Wir sind bereit, mit Arcelor zu sprechen, um eine gemeinsame Leitung der künftigen Gruppe zu schaffen", sagte Mittal, dann werde der gemeinsame Konzern eine "sehr starke europäische Basis" haben. Mittal machte deutlich, die angestrebte Übernahme im zweiten Quartal abschließen zu wollen. "Die Stahlindustrie ist zu zersplittert, zu aufgeteilt", erläuterte der indische Konzernchef des Unternehmens mit Sitz in den Niederlanden.

Am Sonntag hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat von Arcelor zum Abwehrkampf gegen eine feindliche Übernahme durch Mittal Steel für 18,6 Milliarden Euro formiert. Arcelor-Chef Guy Dollesagte, der Übernahmeversuch sei "undurchsichtig, Werte zerstörend und bedrohe die Beschäftigten". Nach seinen Worten entscheiden "am Ende unsere Aktionäre" und nicht die Politik. "Unsere Pflicht ist es, die Politiker über die Risiken der Operation zu informieren", sagte Doll, "wir erwarten nicht von der Politik die Renationalisierung der Stahlindustrie".

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