Mittelständler überraschen mit Zuversicht

- München - Der deutsche Mittelstand geht optimistischer als zuletzt in das Jahr 2004. Das geht aus einer Befragung der Union Mittelständischer Unternehmen (UMU) hervor, die Präsident Hermann Sturm in München vorstellte. "Der Mittelstand tritt aus dem Tunnel ans Licht", sagte er.

<P>407 Unternehmen mit einer Betriebsgröße bis 250 Mitarbeitern nahmen bundesweit an der Untersuchung teil. 36,1 Prozent schätzen die gegenwärtige wirtschaftliche Lage als schlecht ein. Im Vorjahr waren es noch 64 Prozent. 50,4 Prozent der Unternehmen glauben an eine mäßige Wirtschaftslage, 13,5 Prozent schätzen sie als gut ein. 50,6 Prozent planen neue Investitionen für 2004. Bei der Finanzierung der Neuinvestitionen sehen 55 Prozent keine Probleme. Zwar rechnen 52,8 Prozent mit einer weiter fallenden Beschäftigungsentwicklung, 27,8 Prozent der Befragten wollen im eigenen Betrieb einsparen. 2003 waren es noch 45,1 Prozent. 16,7 Prozent wollen neue Mitarbeiter einstellen. "Die Umfrage hat uns selbst überrascht", sagte Sturm.</P><P>Die Reformschritte der Bundesregierung stießen bei dem Verband auf Kritik, Sturm lobte aber die Politiker für ihre parteiübergreifende Zusammenarbeit. "Es geht in die richtige Richtung." Ein "Konjunkturfenster" sei so geöffnet worden. Er forderte weiter eine Vereinfachung des Steuersystems zum 1. Januar 2005 und favorisierte dabei das Merz-Modell. Auch die Gewerbesteuer will Sturm fallen sehen. "Die Kommunen müssen ausgestattet werden, aber durch alle Bürger."</P><P>Sollte die CSU bei ihrer Klausurtagung eine Abschaffung der Gewerbesteuer fordern, sei das "verdächtig für den Nobelpreis für Wirtschaft". <BR></P>

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