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Wegen des großen Ansturms auf die Abwrackprämie nehmen viele Schrotthändler keine Altautos mehr an.

Abwrackprämie: Schrotthändler nehmen keine Altautos mehr an

Berlin  - Wegen des großen Ansturms auf die Abwrackprämie nehmen viele Schrotthändler keine Altautos mehr an.

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Das teilte der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung nach einem Bericht des Berliner “Tagesspiegels“ mit. Nach den Problemen beim Antragsverfahren per Internet komme es damit zu zusätzlichen Engpässen bei der Beantragung der Abwrackprämie von 2500 Euro. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hatte am Vortag bereits wegen der langen Bearbeitungszeiten um Geduld gebeten. Das Tempo hänge auch davon ab, wann Neuwagenkäufer ihre Unterlagen wie den Nachweis über die Altauto-Verwertung einreichten.

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Durch den in den letzten 14 Tagen ausgelösten Ansturm auf die Prämie verschärfen sich andererseits auch die Probleme für den Gebrauchtwagenmarkt. Vor einem Verfall der Gebrauchtwagenpreise warnte der Vorsitzende der staatlichen Monopolkommission, Justus Haucap. “Durch die staatliche Förderung verlieren Millionen Gebrauchtwagen an Wert“, sagte er der “Süddeutschen Zeitung“. Das treffe deutsche Premiummarken wie Audi, Mercedes und BMW, weil sich die Nachfrage hin zu kleinen Neuwagen verschiebe. Die Förderung sei “Geldverschwendung auf Kosten des Steuerzahlers“ und “ökonomisch unsinnig“, da die Nachfrage nur vorgezogen werde und später fehle. Die Monopolkommission berät die Regierung in Wettbewerbsfragen.

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch die Mittel für die Prämie von ursprünglich 1,5 Milliarden auf 5 Milliarden Euro erhöht und damit die Zahlung bis längstens Ende des Jahres verlängert. Bei inzwischen 1,2 Millionen Anträgen sind bereits 3 Milliarden Euro ausgeschöpft. Mit der Restsumme von 2 Milliarden Euro können noch 800 000 Käufer von Neu- oder Jahreswagen profitieren, wenn sie zugleich ihren mindestens neun Jahre alten Wagen verschrotten. Die Prämie ist Teil des Konjunkturpaketes der Bundesregierung. Sie soll die Automobilindustrie vor weiteren Absatzeinbrüchen bewahren.

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Der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, kritisierte die vielen “negativen“ Schlagzeilen zur Ausdehnung der Prämie. “Sie schafft bei vielen Menschen und in einem wichtigen Bereich der Wirtschaft Zuversicht.“ Die Autobranche sei eine Schlüsselindustrie mit Verflechtungen in andere Bereiche. Die Umweltprämie diene jetzt der Konjunktur als Überbrückung, bis das öffentliche Investitionsprogramm der Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes im Herbst seine Wirkung erreiche.

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer verlangte sogar eine Nachbesserung der Prämie. Sie solle auch beim Erwerb von Jahreswagen gezahlt werden, wenn diese zuvor 14 Monate und nicht nur 12 Monate zugelassen waren, sagte er der “Süddeutschen Zeitung“. Viele Jahreswagen würden vor dem Weiterverkauf etwas länger als ein Jahr gefahren, lautete seine Begründung.

dpa

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