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Im Januar 2009 hat sich der Außenhandelsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresmonat halbiert.

Außenhandel: Überschuss halbiert sich

Wiesbaden - Trotz eines neuen Rekordwerts bei den Exporten ist der deutsche Außenhandelsüberschuss im vergangenen Jahr erstmals seit 2003 wieder geschrumpft. Die Tendenz ist weiter fallend: In diesem Januar hat sich der Außenhandelsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresmonat halbiert!

Wie das Statistische Bundesamt am Montag nach vorläufigen Berechnungen in Wiesbaden mitteilte, führte Exportweltmeister Deutschland im vergangenen Jahr Waren im Wert von 994,9 Milliarden Euro aus. Das waren 3,1 Prozent mehr als 2007. Gleichzeitig kletterten allerdings die Warenimporte um 6,3 Prozent auf 818,6 Milliarden Euro. Der Überschuss im Außenhandel sank damit im Vergleich zum Vorjahr auf 176,2 Milliarden Euro, lag aber über dem Wert von 2006 (159 Milliarden Euro). 2007 hatte er mit 195,3 Milliarden Euro den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung 1950 erreicht. Seit 2004 waren alljährlich Rekordsalden erzielt worden.

Der Überschuss im Außenhandel droht im laufenden Jahr weiter zurückzugehen: Im Januar hatte er sich zumindest im Vergleich zum Vorjahresmonat von 17,3 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro halbiert. Grund ist der Einbruch der weltweiten Nachfrage nach Waren aus Deutschland. Zum Jahresbeginn waren die Exporte um dramatische 20,7 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro geschrumpft. Das war der stärkste Einbruch seit 16 Jahren. Die Einfuhren sanken binnen Jahresfrist lediglich um 12,9 Prozent auf 58,1 Milliarden Euro.

Rund 75 Prozent der Ausfuhren von Waren "Made in Germany" wurden 2008 in europäische Länder geliefert, rund 64 Prozent in EU-Länder. Der mit Abstand größte Abnehmer war Frankreich, das deutsche Produkte im Wert von 96,9 Milliarden einkaufte. Zweitwichtigster Absatzmarkt deutscher Waren war Asien mit einem Anteil von rund 12 Prozent vor Amerika mit einem Anteil von etwa 10 Prozent.

Die Importe kamen mit einem Anteil von 72 Prozent ebenfalls vor allem aus Europa, gefolgt von Asien (16 Prozent) und Amerika (9 Prozent). Größter Lieferant waren die Niederlande, aus denen Waren im Wert von 72 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt wurden.

dpa

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