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Bayern erwägt, staatliche Hilfen für die Bayerische Landesbank in Anspruch zu nehmen.

"Bad Bank" für die BayernLB?

Berlin – Neue staatliche Hilfen für die von "giftigen Wertpapieren" schwer gebeutelten Banken rücken näher: In einem Spitzengespräch bei der Kanzlerin wollen Vertreter der Großen Koalition heute über Möglichkeiten zur Schaffung sogenannter "Bad Banks" beraten.

Diese stellen eine Art „Giftmülldeponie“ dar, auf die stark belastete Banken mit Hilfe des Staates ihre faulen Papiere auslagern können.

Gegenüber dem Münchner Merkur zeigte sich der renommierte Bank-Professor Wolfgang Gerke skeptisch: „Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, den Banken den Druck wegzunehmen, ihre schiefgelaufenen Engagements selber abzuwickeln.“ Insbesondere warnte Gerke vor staatlichen Gratis-Hilfen.

Wie der Münchner Merkur erfuhr, erwartet der Freistaat Bayern, dass die Bundesregierung die Länder und deren Landesbanken in die Lösung einbezieht und erwägt auch, staatliche Hilfen für die Bayerische Landesbank in Anspruch zu nehmen. „Das, was von Bundesseite bisher an Vorschlägen kam, war unattraktiv. Deshalb mussten wir die BayernLB-Lösung selbst stemmen. Wenn die Bedingungen aber jetzt stimmen, sind wir an einer Aufteilung der Lasten interessiert“, sagte ein an den Erörterungen beteiligter Vertreter Bayerns. Allerdings verspüre der Freistaat keinen Zwang.

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